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Statistik: Unterm Strich stabil

Ausgabe 02/2016

Die Anzahl der paritätisch mitbestimmten Unternehmen ist 2015 mit 635 Unternehmen gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Gleichwohl haben sich in der Zusammensetzung der Unternehmen Veränderungen ergeben. Von Irene Ehrenstein

 So gibt es in fünf Aktiengesellschaften und 18 GmbHs erstmals eine paritätische Mitbestimmung im Aufsichtsrat. Ein bekannter „Neuzugang“ mit Parität ist der Automobilzulieferer Veritas AG aus Gelnhausen.

Umgekehrt haben einige Unternehmen jetzt weniger als 2000 Arbeitnehmer und liegen damit unter der Schwelle, die für die Anwendung des MitbestG 76 maßgeblich ist. Hier ist das Familienunternehmen Bitburger GmbH ein prominentes Beispiel. 

Daneben haben die üblichen strukturellen Veränderungen innerhalb der Konzerne stattgefunden. So vor allem beim Spezialchemieunternehmen Evonik AG: Hier wurden vier neue Aufsichtsratsgremien gebildet. Dagegen haben beim Energieunternehmen EnBW drei Tochterunternehmen in Zukunft keine mitbestimmten Aufsichtsräte mehr. Die Muttergesellschaften bleiben sowohl bei Evonik als auch bei EnBW mitbestimmt.

Ungebrochen ist der Trend zu immer weniger mitbestimmten Aktiengesellschaften. Gab es bis Ende des Jahres 2004 mehr mitbestimmte Aktiengesellschaften als GmbHs, so hat sich seither dieser Trend völlig gewandelt. 

Aktuell gibt es 241 mitbestimmte AGs und damit 102 Unternehmen weniger als GmbHs. Von diesen Aktiengesellschaften sind rund 100 Unternehmen börsennotiert und damit bei der nächsten Neubesetzung der 30-Prozent-Geschlechterquote verpflichtet. Im Laufe des Jahres 2016 stehen bei einigen Unternehmen noch Neuwahlen an.

Mit einem Anteil von 22 Prozent waren Frauen (zum Stichtag Ende 2015) in den Aufsichtsräten börsennotierter deutscher Unternehmen vertreten – sie hatten 368 von 1674 Mandaten. Dieser Anteil hat sich im Laufe eines Jahrzehnts gut verdoppelt, wie eine aktuelle Böckler-Studie zeigt. Hierbei wirkt auch die Arbeitnehmermitbestimmung als Schrittmacher: In mitbestimmten Aufsichtsräten ist der Frauenanteil rund zehn Prozentpunkte höher. 

2005 hatte der Anteil der Aufsichtsrätinnen 10,2 Prozent betragen (in damals 160 der in den vier Börsensegmenten DAX, MDAX, SDAX und TecDAX gelisteten Unternehmen). Bei diesem Niveau blieb es bis 2010.

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