Angesichts des demografischen Wandels sollte die Förderung älterer Arbeitsloser eigentlich an Bedeutung gewinnen. In der Praxis ist davon jedoch nichts zu spüren.
Ob Bürgergeld, Rente, Pflege, Bildung, Kinder oder Wohnen – der Sozialstaat in Deutschland spielt für eigentlich jeden Menschen eine wichtige Rolle. Und trotzdem steht er fortwährend in der Kritik. Unser Forschungsüberblick zum Sozialstaat räumt mit Mythen auf und beleuchtet die Herausforderungen der Zukunft.
Arbeitszeit, Sozialstaat, Bürgergeld, Rente, Krankenversicherung: Seit einem Jahr prägen Forderungen nach Deregulierung, Kürzungen und „mehr Leistung” die politische Debatte und Regierungspolitik. Doch halten die versprochenen Effekte einer wissenschaftlichen Prüfung stand?
Rechtspopulisten behaupten, der deutsche Sozialstaat ziehe bedürftige Menschen aus aller Welt an. Forschende zeigen, warum das nichts mit der Realität zu tun hat.
Die Fixierung auf „faule Arbeitslose“ verstellt den Blick auf die eigentlichen Probleme: Wer den Sozialstaat stärken will, sollte nicht Mythen pflegen, sondern soziale Ungleichheit bekämpfen, schreibt WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch.
Sandrina Hurler hat sich die Ideen der Regierung zur Neuregelung von Sozialleistungen angeschaut. So viele Vorschläge wie derzeit wurden selten diskutiert.
Verdi feiert 25 Jahre. Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, blickt auf ein Vierteljahrhundert Gewerkschaftsgeschichte zurück und spricht über künftige Herausforderungen. Das Gespräch führten Fabienne Melzer und Andreas Schulte
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