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Symbolbild für den Forschungsverbund 'Die Ökonomie der Zukunft'

Forschungsverbünde: Die Ökonomie der Zukunft

Sinkende Aktienkurse, Handelsausfälle und Produktionsverzögerungen infolge des Ausbruchs des Corona-Virus in China oder nach der Anhebung von Zöllen auf chinesische Importe in die USA haben deutlich gemacht: Handel und Produktion sind international eng verflochten. Die Intensität der Verflechtungen wächst beständig – und damit sind die Auswirkungen solcher Ereignisse auf die Weltwirtschaft gravierender als noch vor einem Jahrzehnt.

In diesem Forschungsverbund fragen Projekte aus verschiedenen Blickwinkeln, wie Digitalisierung, Finanzialisierung und ökonomische Globalisierung Ort und Art von Wertschöpfung verändern. Neben der Frage nach der Verschiebung globaler Machtverhältnisse  stellt sich die Frage nach der Konsequenz dieser Entwicklungen für Beschäftigte in Deutschland.  Entweder verändern sich Tätigkeiten, bspw. durch die Digitalisierung von Industrieproduktion, neue Arbeitsverhältnisse entstehen oder Digitalisierung ermöglicht neue Formen der Vermittlung von Arbeit auf Plattformen, die Leiharbeit, Crowdworking und Freelancing auf einer Oberfläche vereinen. Auch Unternehmen sehen sich im Rahmen der Digitalisierung, des Aufstiegs von Schwellenländern, und damit steigendem Konkurrenzdruck, gefordert wettbewerbsfähiger zu werden und entwerfen neue Strategien zur Förderung ihrer Innovationsfähigkeit. Auch im Zuge der Finanzialisierung verändern sich Unternehmensstrategien: Internationale Investoren nehmen Einfluss auf Unternehmensstrategien, oft mit dem Ziel der kurzfristigen Steigerung des Gewinns. Wie können Beschäftigtenvertreter reagieren? Schließlich stellt sich im  Zuge der zunehmenden internationalen Verflechtung von Produktion auch die Frage nach der Wahrung sozialer Standards entlang von Lieferketten: Können digitale Tools genutzt werden, um soziale Standards in komplexer gewordenen weltweiten Wertschöpfungsstrukturen zu sichern? Neben der Analyse der Entwicklungen und ihrer Auswirkungen  sollen auch Vorschläge für die wirtschafts-, innovations-, und industriepolitische Regulierung ihrer unter Umständen destruktiven Auswirkungen formuliert werden.

Barbara Fulda (Projektleitung)

barbara-fulda[at]boeckler.de

 

Gudrun Wilms

gudrun-wilms[at]boeckler.de

Fulda, Barbara E.: Die neue Komplexität von Wertschöpfung. Forschungsförderung Report Nr. 7, 2020.
zum Report (pdf)


Handel und Produktion sind international enger verflochten als noch vor einem Jahrzehnt. In diesem Forschungsverbund fragen Projekte, wie Digitalisierung, Finanzialisierung und ökonomische Globalisierung Ort und Art von Wertschöpfung verändern. Neben der Frage nach der Verschiebung wirtschaftlicher Macht werden die Konsequenzen dieser Entwicklungen für Beschäftigung in Deutschland beleuchtet.

zum Projektreader (pdf) 

15.06.2020 virtuelles Treffen des Forschungsverbundes „Die Ökonomie der Zukunft – Teil 1

19.06.2020 virtuelles Treffen des Forschungsverbundes „Die Ökonomie der Zukunft – Teil 2

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