Crowdworker-Partizipation auf Crowdsourcing-Plattformen

Crowdworker-Partizipation auf Crowdsourcing-Plattformen


Forschungsschwerpunkt: Mitbestimmung

Status: Abgeschlossen

Projektende: 30.11.2017

Projektnummer: 2017-291-2

Projektziel:

Bisherige Forschung zu Crowdwork suggeriert, dass Mitgestaltung und Einflussnahme auf Crowdwork-Plattformen nicht oder nur sehr begrenzt möglich sind. Angesichts der technologischen und organisatorischen Möglichkeiten schließen sich Crowdwork und Partizipation aber keinesfalls aus. Wir untersuchen, wie bei arbeits- und unternehmensbezogenen Themen auf diesen Plattformen partizipiert werden kann.

Projektbeschreibung:

1. Kontext

Crowdwork-Plattformen etablieren oft globale Arbeitsmärkte, die mit bisherigen regulativen Instrumenten nur schwer zu greifen sind. Der daraus entstehende Mangel an verbindlichen Regeln in Bezug auf Crowdarbeit wirft Fragen und Problemfelder in Bezug auf Entlohnung, Arbeitsorganisation, Arbeitsgestaltung und Möglichkeiten zur Mitbestimmung auf. In Bezug auf das Thema Partizipation lassen sich in der bisherigen Literatur zwei besonders auffällige Lücken identifizieren: Erstens gibt es kaum empirische Vergleiche darüber, welche Möglichkeiten der Beteiligung verschiedene Plattformen den dort Arbeitenden anbieten. Zweitens gibt es in der Literatur noch wenig Forschung dazu, wie Partizipation auf Crowdsourcing-Plattformen organisiert werden kann.

2. Fragestellung

Wie organisieren Crowdsourcing-Plattformen bisher die Partizipation von Crowdworkerinnen und Crowdworkern?

Welche Partizipationsmodelle sind für unterschiedliche Arten von Crowdsourcing-Plattformen denkbar?

3. Untersuchungsmethoden

Teilnehmende Beobachtung auf Crowdwork-Plattformen und Dokumentanalyse.

4. Darstellung der Ergebnisse

Wir untersuchen sechs Plattformen im Hinblick auf Partizipationsmodi (informieren, melden, diskutieren und abstimmen) und die Partizipationsinhalte (auf die Aufgabe bezogen, die Arbeitsorganisation oder die Unternehmensstrategie). Aus unserer Analyse schließen wir, dass Partizipation in erster Linie dazu dient, Arbeitsabläufe reibungsloser zu gestalten (funktionale Ziele), weniger dazu, Crowdworkerinnen und Crowdworkern umfassende Teilhabe zu ermöglichen (demokratisierende Ziele). Partizipation ist auf Plattformen also möglich, aber ausbaufähig. Die Studie stellt dazu Beispiele guter Praxis vor, diskutiert Partizipationshürden und bringt Vorschläge für „neue“ Partizipationsinstrumente auf Plattformen.

Projektleitung und Bearbeiter/in:

Projektleitung:

Thomas Gegenhuber

Johannes Kepler Universität Linz

Inst. für Organisation u. Glob. Managementstudien

thomas.gegenhuber@jku.at

Markus Ellmer

Universität Salzburg

Inst. für Organisation u. Glob. Managementstudien

Bearbeiter/in:

Claudia Scheba

Johannes Kepler Universität Linz

Inst. für Organisaiotn u. Glob. Managementstudien

Kontakt:

Dr. Stefan Lücking

Hans-Böckler-Stiftung

Forschungsförderung

stefan-luecking@boeckler.de

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