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: Trends und Nachrichten

Ausgabe 13/2021

Wie sich Rollenbilder entwickeln, wieviele Jugendliche eine Ausbildung machen, wie ausländische Berufsabschlüsse anerkannt werden und wie sich Hitze auf die Sicherheit am Arbeitsplatz auswirkt.

Rollenbilder wieder konservativer

Die Corona-Pandemie hat bei einigen Eltern die Ansichten zu Geschlechterrollen verändert, wie eine Studie von DIW und FU Berlin zeigt. So vertraten vor der Pandemie rund 60 Prozent der Väter mit jungen Kindern im Hinblick auf die Erwerbstätigkeit von Frauen sehr egalitäre Ansichten. Dieser Wert ist innerhalb weniger Monate auf 54 Prozent gesunken. Die Coronakrise habe die Arbeitsteilung in Familien verändert, oftmals zulasten der Erwerbstätigkeit von Müttern, erklären die Forscherinnen. Dies habe vor al- lem Väter in Westdeutschland veranlasst, zu einem traditio- nelleren Rollenverständnis zurückzukehren.

DIW, August 2021
 

Hitze führt zu mehr Arbeitsunfällen

Mit steigenden Temperaturen nimmt auch die Zahl der Arbeitsunfälle deutlich zu. Das zeigt eine Studie der University of California und der Stanford University. Die Forscher haben Wetterdaten und Statistiken der Arbeits- und Unfallversicherung in Kalifornien für die Jahre 2001 bis 2018 untersucht. Dabei zeigt sich: Bei Außen- temperaturen von über 32 Grad steigt das Verletzungsrisiko am Arbeitsplatz um 9 Prozent, bei Temperaturen von über 37 Grad sogar um 15 Prozent. Die Wissenschaftler schätzen, dass im untersuchten Zeitraum insgsamt 20000 Unfälle pro Jahr auf hohe Temperaturen zurückzuführen sind. In den amtlichen Statistiken werde die Zahl der hitzebedingten Arbeitsunfälle massiv unterschätzt.

IZA, Juli 2021

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