Forschungsprojekt: Experimentierzirkel "Erneuerbare Energien"

für ein „Technikum Energie- und Stoffkreislauf“ zur Fachkräftesicherung der regionalen Wirtschaft

Projektziel

Inhalt des Projektes ist die Erarbeitung und Etablierung eines Experimentierzirkels zum zukunftsrelevanten Thema „Erneuerbare Energien“. Dieser soll einer breiten Zielgruppe komplexe wissenschaftliche Sachverhalte zugänglich machen und so einen nachhaltigen Beitrag zum Wissenstransfer in die Gesellschaft leisten sowie zur regionalen Fachkräftesicherung beitragen.

Veröffentlichungen

Wahle, Ingeborg, 2024. Revierwende lernend gestalten, [online] https://www.mitbestimmung.de/html/revierwende-lernend-gestalten-44968.html.

Krabbes, Markus und Eileen Bette, 2024. Experimentierzirkel "Erneuerbare Energien" - Endbericht, Merseburg, 29 Seiten.

Projektbeschreibung

Kontext

Der Industriepark Böhlen-Lippendorf mit seinen Energie- und Chemieunternehmen befindet sich in einem Zentrum des Mitteldeutschen Braunkohlereviers. Zur Unterstützung der industriellen Transformation sowie des sich abzeichnenden Fachkräftebedarfs, soll perspektivisch ein Technikum zur Demonstration eines nachhaltigen Energiekreislaufes sowie kreislaufwirtschaftlicher Stoffkreisläufe entstehen. Die Hochschule Merseburg leistet mit dem Projekt "Chemie zum Anfassen" seit 1997 einen wichtigen Beitrag zur regionalen Fachkräftesicherung im MINT-Bereich. Das vorhandene Knowhow soll genutzt werden, um den neuen Experimentierzirkel „Erneuerbare Energien“ zu entwickeln. Die Zielgruppen sind weit gefasst: Auszubildende, naturwissenschaftlich-technische Orientierungsangebote für Schüler*innen bis hin zur Erwachsenenbildung mit Blick auf Umschulungsinteressierte und Studienabbrecher.

Fragestellung

Bisher konzentriert sich das fachliche Programm des Schülerlabors an der Hochschule Merseburg vor allem auf die Behandlung rein chemischer Sachverhalte. Mit dem zunehmenden Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung steigt auch der Bedarf zu dessen vorzugsweise chemischen Speicherung im industriellen Maßstab und bildet so im Rahmen des Strukturwandels ein bedeutendes Erweiterungsfeld der angewandten Chemie. Deshalb soll das Angebotsspektrum um Experimente erweitert werden, aus denen der Zusammenhang zwischen regenerativ gewonnenem Strom und damit hervorgerufenen Stoffumwandlungen erlebt und untersucht werden kann. Die komplexen wissenschaftlich-technischen Komponenten sollen mit Hilfe geeigneter Versuche altersgerecht verständlich gemacht und so ein nachhaltiger Wissenstransfer in die Gesellschaft ermöglicht werden. Regelmäßige Besuche von Teilnehmer*innen im Experimentierzirkel "Erneuerbare Energien" sollen eine Verknüpfung der Ebenen Wissenschaft, Technik und Gesellschaft bewirken.

Untersuchungsmethoden

Auf Grundlage einer Literatur- und Angebotsrecherche soll die neue Experimentierstrecke konzipiert und die notwendige Ausstattung angeschafft werden. Nach interner Erprobung der ausgearbeiteten Versuche werden die Versuchsanleitungen (bestehend aus Hintergrundinformationen und Experimentieranleitung) erstellt. Danach soll die fertige Experimentierstrecke in kleiner Klassenstärke erprobt werden und sowohl Hinweise des Laborpersonals, als auch von Lehrpersonal und Schüler*innen in Form von Auswertebögen und Diskussionen eingeholt werden. Zudem soll ein Testlauf mit einer Gruppe von Erwachsenen (z.B. Arbeitssuchende, Umschüler*innen, Studienabbrecher) durchgeführt werden, um auch ein Feedback älterer Zielgruppen zu erhalten. Nach Einarbeitung aller Hinweise werden die finalisierten Vorschriften erneut an ausgewählten Gruppen erprobt. In der angestrebten Zusammenarbeit mit dem Partner BSZ Böhlen wird zudem die Übertragbarkeit des Experimentierkonzepts an Partnereinrichtungen erprobt.

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