Forschungsprojekt: Die digitale Transformation im Büro

Künstliche Intelligenz und der Wandel von Angestelltenarbeit

Projektziel

Mit dem Einzug von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Arbeitswelt erreicht die digitale Transformation eine neue Qualität. Insbesondere die Welt der Büros und die Angestelltenarbeit stehen hier im Fokus. Bislang gibt es zu den damit verbundenen Folgen kaum empirische Studien. Die möglichen Szenarien reichen von neuen „digitalen Fließbändern“ bis hin zu Empowerment und Humanisierung von Arbeit.

Projektbeschreibung

Kontext

Die digitale Transformation hat auch die Welt der Büros und der Angestelltenarbeit erreicht. Gerade hier erweisen sich aktuell neue Verfahren der „Künstlichen Intelligenz“ (KI) – Stichwort: „maschinelles Lernen“ – als strategischer Trend. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von der Entwicklung neuer Produkte und datenbasierter Geschäftsmodelle (z.B. im Kontext hochautomatisierten Fahrens) über die Reorganisation der Arbeitsprozesse in den „Back-Offices“ moderner Unternehmen bis hin zur Neugestaltung der Kundenschnittstelle (Chatbots). Die Folgen dieser Dynamik für die Entwicklung von Arbeit sind keinesfalls technisch determiniert: Offen ist, ob mit KI die bekannten Muster der Automatisierung und Kostensenkung nun auch in neuer Qualität auf die „indirekten Bereiche“ übertragen werden; oder ob mit KI die Handlungsfähigkeit der Beschäftigten gesteigert werden kann und die Angestelltenbereiche neue Bedeutung in der digitalen Arbeitswelt der Zukunft gewinnen können.

Fragestellung

Bisher gibt es kaum empirisch fundierte Forschung zur Rolle von KI in den indirekten Bereichen und der Welt der Büros. Ziel des Forschungsvorhabens ist deshalb eine explorative Bestandsaufnahme zur Nutzung von KI in der modernen Angestelltenarbeit und eine Abschätzung der damit verbundenen Folgen. Es geht darum, die Chancen und Risiken in dieser Entwicklung differenziert zu analysieren und Ansatzpunkte für eine nachhaltige Gestaltung der digitalen Transformation in den Büros zu entwickeln. Zentrale Analyseebenen sind:

• Geschäftsmodelle und Unternehmensstrategien,

• Arbeitsorganisation und Arbeitsprozesse,

• Entwicklung von Qualifikationsanforderungen und Tätigkeitsprofilen,

• Perspektive der Beschäftigten,

• Herausforderungen für Betriebsrat und Mitbestimmung.

Untersuchungsmethoden

Den Schwerpunkt der qualitativen Studie bilden vier Intensivfallstudien in Vorreiter-Unternehmen der deutschen Wirtschaft. Die Untersuchungsbereiche reichen von der Metall- und Elektro-Industrie über das Feld der Banken und Versicherungen bis hin zur IT/TK-Branche. Einen wichtigen Schwerpunkt der Fallstudien bilden Interviews mit den betroffenen Beschäftigten. Reflektiert wird dabei sowohl die Perspektive der AnwenderInnen als auch die der EntwicklerInnen von KI. Um der Breite des Feldes gerecht zu werden, werden die Untersuchungsfälle durch acht explorative Kurzfallstudien flankiert.

Der Beitrag wurde zu Ihrerm Merkzettel hinzugefügt.

Merkzettel öffnen