Der Einfluss von Blockketten auf Arbeit und Organisationen


Forschungsschwerpunkt: Mitbestimmung

Status: Laufend

Projektende: 31.12.2020

Projektnummer: 2017-437-2

Projektziel:

Wie wirkt es sich aus, wenn eine Technologie mit dem Anspruch auftritt, etablierte Mechanismen der Vertrauensbildung obsolet zu machen? Im Rahmen des Projekts untersuchen wir, welche Veränderung von Arbeit und Organisation mit der Blockchain-Technologie einhergehen. Diese Technologie kann zu einem Mehr an demokratischer Partizipation im Arbeitsalltag beitragen, birgt jedoch Risiken wie eine Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse.

Veröffentlichungen:

Weitere Informationen:

Synopsis of paper prepared for Workshop “De-risking, Financial Exclusion & Resiliency in the Caribbean: Scoping out the problem, searching for solutions”. Federal Reserve Bank of Atlanta, USA, November 29-30 2018.

Blockchains, Legitimacy and Digital Financial Inclusion: De-Risking by Re-Risking in the Eastern Car

https://www.blockchainresearchnetwork.org/blockchains-legitimacy-and-digital-financial-inclusion/

Beitrag von Moritz Hütten im Podcast MachtMenschMaschine, 17. Dezember 2020

mmm 06: Blockchain und Arbeit – Gesprengte Ketten oder Smart Work Order?

https://www.blockchain-nachhaltig.de/machtmenschmaschine/mmm-06-blockchain-und-arbeit/

Informationen zum Projekt beim Zentrum für nachhaltige Wirtschafts- und Unternehmenspolitik (ZNWU) der Hochschule Darmstadt

Der Einfluss von Blockchain auf Arbeit und Organisation

https://znwu.de/projekte/der-einfluss-von-blockketten-auf-arbeit-und-organisation/

Projektbeschreibung:

1. Kontext

Blockchains haben sich von einem Nischenthema zu einem vielversprechenden Technologietrend entwickelt. Ihr disruptives Potenzial entfalten Blockchains hauptsächlich durch den Wegfall von zentralen, beglaubigenden Instanzen, die sich auf das Vertrauen der teilnehmenden Individuen stützen. Neue Formen hierarchiearmer Kooperation sowie gleichberechtigter Organisation von Entscheidungs- und Entwicklungsprozessen werden gefördert. Die individuelle Verwirklichung in Netzwerkarchitekturen erhebt den Anspruch, an die Stelle erstarrter Organisationsformen treten zu können. Zukünftig sollen Blockchains nicht nur beim digitalen Zahlungsverkehr zum Einsatz kommen, sondern auch zur Verwaltung von Vertragsabschlüssen, Verwaltungsdaten, oder Wahlinformationen. Darum gilt es zu klären ob die Blockchain den hochgesteckten Erwartungen, die derzeit an sie gestellt werden, gerecht werden kann und welche der angekündigten Veränderungen wirklich den organisationalen Alltag verändern.

2. Fragestellung

Chancen und Risiken der Blockchain für die Zukunft der Organisations- und Arbeitswelt sind noch wenig erforscht. Im Rahmen des Forschungsprojekts sollen daher folgende Fragen beantwortet werden:

1. Welche Chancen und Risiken der Digitalisierung für die Zukunft von Arbeit und Organisation lassen sich am Fallbeispiel der Blockchaintechnologie identifizieren und thematisieren?

2. Welche Akteur*innen und Wissensformen werden von dieser Entwicklung gestärkt? Wer sind die Verlierer*innen dieser Entwicklung?

3. Wie profitieren bestimmte Akteur*innen von dieser Entwicklung, wie werden andere ausgeschlossen?

4. Wie werden Fragen der Verantwortung und Verantwortlichkeit in solchen dezentralen Strukturen ausgehandelt?

3. Untersuchungsmethoden

Die Datenerhebung findet vorrangig durch semi-strukturierte Interviews mit Akteur*innen in Organisationen, die die Blockchain-Technologie anwenden, statt. Relevante Dokumente und Artikel sowie das Interviewmaterial werden mit einem Grounded-Theory-Ansatz ausgewertet. Um die Akteurstypen, die bei der Entwicklung und Verbreitung der Blockchain-Technologie eine Rolle spielen, zu erfassen, sind Workshops geplant. Dabei werden mit den Praxispartner*innen verschiedene Facetten der Digitalisierung aufgearbeitet sowie Konflikte und Kooperationspotenziale ausgeleuchtet. Insbesondere im Hinblick auf die theoretische Auswertung des empirischen Materials ist das Projekt transdisziplinär ausgerichtet. Es werden ökonomische und sozialwissenschaftliche Ansätze der Organisationsforschung eingesetzt, um die Befunde aus der Interviewphase zu theoretisieren sowie Erkenntnisse über das Zusammenspiel zwischen Organisationen und Digitalisierungen zu gewinnen.

Projektleitung und Bearbeiter/in:

Projektleitung:

Prof. Dr. Ulrich Klüh

Hochschule Darmstadt

Zentrum für Nachhaltige Wirtschafts- u.Unternehm.

ulrich.klueh@h-da.de

Bearbeiter/in:

Moritz Hütten

Hochschule Darmstadt - Mediencampus

moritz.huetten@h-da.de

Sonja Kleinod

Hochschule Darmstadt - Mediencampus

sonja.kleinod@h-da.de

Kontakt:

Dr. Stefan Lücking

Hans-Böckler-Stiftung

Forschungsförderung

stefan-luecking@boeckler.de

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