Forschungsprojekt: Interest Representation of European Employers' Organisations

Projektziel

Europäische Arbeitgeberverbände sind ein zentraler Akteur der europäischen Arbeitsbeziehungen. Das Projekt untersucht neben ihrem externen Handeln in den Bereichen Arbeitsbeziehungen, sozialer Dialog und politische Interessenvertretung, Prozesse der internen Entscheidungsfindung und wie sich diese auf die Entwicklung gemeinsamer Regelungen mit europäischen Gewerkschaftsverbänden auswirken.

Veröffentlichungen

Aranea, Mona, Philippe Demougin, Leon Gooberman und Marco Hauptmeier, 2021. Handbook of European Employers’ Organisations, Working Paper Forschungsförderung 225, Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung, 157 Seiten.

Aranea, Mona, Leon Gooberman und Marco Hauptmeier, 2021. What Do European Employers' Organisations Do?, Working Paper Forschungsförderung 226, Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung, 48 Seiten.

Weitere Informationen

Dr Marco Hauptmeier
https://www.cardiff.ac.uk/people/view/610429-hauptmeier-marco

Projektbeschreibung

Kontext

Die Repräsentation von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen auf europäischer Ebene spielt eine zentrale Rolle in der wirtschaftlichen und sozialen Integration der Europäischen Union. Die vorhandene Literatur zur Europäisierung der industriellen Beziehungen spiegelt vornehmlich die Arbeitnehmerperspektive auf den europäischen Sozialdialog. Systematisches Wissen über Europäische Arbeitgeberverbände (EAV) ist kaum vorhanden, besonders hinsichtlich ihrer internen Funktionsweise, ihrer externen Aktivitäten und ihres Handlungsradius. Unklar ist auch, ob es über die für den Europäischen Sozialdialog als Sozialpartner registrierten Verbände hinaus weitere Arbeitgeberverbände gibt, die im Bereich der europäischen Arbeitsbeziehungen aktiv sind. Diese Forschungslücken sind bemerkenswert, da aus Gewerkschaftssicht eine Kenntnis des Verhandlungspartners zentral ist für das Funktionieren gemeinsamer europäischer Arbeitsbeziehungen.

Fragestellung

1. Wie viele EAV gibt es in der Europäischen Union? Wie groß sind sie? Wer sind die Mitglieder? Was machen sie?

2. Wie vertreten EAV die Interessen ihrer Mitglieder in der Europäischen Union?

3. Welche Tätigkeiten unternehmen EAV, und auf welche Weise?

4. Wie nehmen EAV an Entscheidungsprozessen auf europäischer Ebene teil?

5. Wie laufen Prozesse der Interessendefinition und Entscheidungsfindung in EAV ab?

Untersuchungsmethoden

Die erste Phase des Forschungsprojekts zielt auf die empirische Erfassung aller EAV in einer Datenbank ab. Diese wird auf Internetrecherche, der Analyse von Datenbanken und einer begrenzten Zahl an Experteninterviews mit ausgewählten EAV basieren. Das Ziel hierbei ist die Erfassung aller EAV mit Aktivitäten in den Themenbereichen Arbeitsbeziehungen, Personalwesen und Sozialpolitik. In der zweiten Forschungsphase sind qualitative Fallstudien zu sechs EAV und ihren nationalen Mitgliedsverbänden in fünf EU-Mitgliedstaaten geplant. Für diese Fallstudien werden Interviews mit nationalen und europäischen Verbandsvertretern in Deutschland, Großbritannien, Dänemark, Spanien, Polen und Belgien geführt. Die Befunde werden den Sozialpartnern in Form eines E-Books zur Verfügung gestellt.

Projektleitung und -bearbeitung

Projektleitung

Dr. Marco Hauptmeier
Cardiff Business School Cardiff University
hauptmeierm@cardiff.ac.uk

Bearbeitung

Mona Aranea
Cardiff Business School Cardiff University
AraneaM@cardiff.ac.uk

Philippe Demougin
Cardiff Business School Cardiff University
DemouginPR@cardiff.ac.uk

Dr. Leon Gooberman
Cardiff Business School Cardiff University
GoobermanLM@cardiff.ac.uk

Kontakt

Dr. Stefan Lücking
Hans-Böckler-Stiftung
Forschungsförderung
stefan-luecking@boeckler.de

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