Beschäftigungseffekte nachhaltiger Mobilität

Forschungsschwerpunkt: Strukturwandel und Innovation

Status: Laufend

Projektnummer: 2016-974-1

Projektziel:

Ziel des Vorhabens ist die Analyse der Beschäftigungseffekte nachhaltiger Mobilität in Deutschland bis 2035. Kern des Vorhabens ist dabei die Quantifizierung der Beschäftigungseffekte und zwar in disaggregierter Form, d.h. (1) in regionaler Auflösung, (2) nach Wirtschaftszweigen und (3) zugeordnet zu verschiedenen Verkehrsträgern sowie verbundenen Industrien wie der IT-Branche.

Veröffentlichungen:

Schade, Wolfgang, Simon Mader und Udo Wagner, 2017. Beschäftigungseffekte nachhaltiger Mobilität. Eine systemische Analyse der Perspektiven in Deutschland bis 2035 (AP1), Arbeitspapier Fraunhofer ISI, Karlsruhe: Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, 52 Seiten.

Berthold, Daniel, Johannes Hartwig, Simon Mader, Wolfgang Schade und Udo Wagner, 2017. Status-quo von Wertschöpfung und Beschäftigung in der Mobilität. Beschäftigungseffekte nachhaltiger Mobilität: Eine systemische Analyse der Perspektiven in Deutschland bis 2035 (AP2), Arbeitspapier Fraunhofer ISI, Karlsruhe: Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, 129 Seiten.

Berthold, Daniel, Simon Mader, Wolfgang Schade, Stefanie Schäfer, Christian Scherf und Udo Wagner, 2019. Transformation der Mobilität aus regionaler Sicht. Fortschreibung des Status quo von Wertschöpfung und Beschäftigung in der Mobilität auf Kreisebene (AP3), Arbeitspapier Fraunhofer ISI, Karlsruhe: Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, 156 Seiten.

Sievers, Luisa, Anna Grimm und Claus Doll, 2019. Transformation der Mobilität. Bestimmung der Beschäftigungseffekte in 2035 mit einem Input-Output-Modell (AP4), Arbeitspapier Fraunhofer ISI, Karlsruhe: Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, 101 Seiten.

Projektbeschreibung:

1. Kontext

Studien und Szenarien zur Zukunft der Mobilität gehen einhellig davon aus, dass sich in den nächsten beiden Dekaden die Mobilität deutlich wandeln wird. Treiber liegen in der Politik, der Technologie und dem Wandel des Verhaltens begründet. Die Politik hat ambitionierte Ziele für den Klimaschutz in Deutschland und Europa gesetzt. Diese können nur erreicht werden, wenn der Verkehrssektor sich verändert, weniger Energie verbraucht und sich von der Nutzung fossiler Energieträger verabschiedet. Deswegen findet das Ziel einer geänderten Modalwahl hin zu umweltfreundlichen Verkehrsträgern, wie der Bahn und dem OePNV, politische Unterstützung, aber auch das Ziel die Marktdiffusion der Elektromobilität im Strassenverkehr zu forcieren. Technologischer Wandel vollzieht sich z.B. beim Rückgang der Bedeutung des Verbrennungsmotors und der zunehmenden Elektrifizierung des Strassenverkehrs sowie bei der Diffusion von Fahrerassistenzsystemen bis hin zum vollständigen autonomen Fahren von PKW und LKW.

2. Fragestellung

Ausgangsbasis des Vorhabens ist ein im Dialog definiertes Leitbild nachhaltiger Mobilität. Darauf basierend werden zwei mögliche Szenarien nachhaltiger Mobilität bis zum Zeithorizont 2035 definiert:

1. Eine dominante Bahn-OePNV-Rad-Mobilität (Szenario Bahn-2035).

2. Eine elektrifizierte Strassenmobilität bei gleichzeitig deutlich gestärktem Umweltverbund (Szenario E-Strasse-2035).

Mit der Analyse der Szenarien sollen fünf forschungsleitende Fragen beantwortet werden:

• Sind verschiedene Szenarien nachhaltiger Mobilität denkbar?

• Wie verschiebt sich die Beschäftigung in einem bahn-dominierten Szenario?

• Wie sieht die zukünftige Beschäftigung in einem E-Mobilitäts Szenario aus?

• Entsteht durch nachhaltige Mobilität eine andere regionale oder sektorale Verteilung der Beschäftigung als heute?

• Welchen Einfluss hat nachhaltige Mobilität auf die Gesamtbeschäftigung?

3. Untersuchungsmethoden

Ausgangspunkt der Analyse der Beschäftigungswirkungen bildet eine quantitative Beschreibung des Status-quo im Jahr 2015. Für diesen Zeitpunkt werden Verkehrs- und ökonomische Daten inklusive Beschäftigung für alle Verkehrsträger in Deutschland aufbereitet. Das entstehende Mengengerüst dient als Ausgangspunkt für die Entwicklung der beiden Szenarien bis zum Zeithorizont 2035.

Die Quantifizierung der Beschäftigung aus unterschiedlicher Perspektive erfordert die Anwendung eines Multi-Methoden-Mixes, da z.B. eine regional stark differenzierte Analyse nicht gleichzeitig sektoral tief gegliedert sein kann, und umgekehrt. Deswegen wird auf drei miteinander verzahnte Methoden zurückgegriffen:

1. Daten- und typologiebasiertes Rechenmodell aller deutschen Kreise.

2. Meso-ökonomische (sektorale) Ebene mit statischer Input-Output-Analyse.

3. Makro-ökonomische Ebene mit dynamischer Kopplung von Verkehr und Volkswirtschaft sowie Massnahmenanalyse mit dem ASTRA-Modell.

Projektleitung und Bearbeiter/in:

Projektleitung:

Dr. Wolfgang Schade

M-Five GmbH Mobility, Futures, Innovation, Economics

wolfgang.schade@m-five.de

Bearbeiter/in:

Simon Mader

M-Five GmbH Mobility, Futures, Innovation, Economics

simon.mader@m-five.de

Udo Wagner

M-Five GmbH Mobility, Futures, Innovation, Economics

udo.wagner@m-five.de

Luisa Sievers

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

luisa.sievers@isi.fraunhofer.de

Claus Doll

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

claus.doll@isi.fraunhofer.de

Anna Grimm

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

anna.grimm@isi.fraunhofer.de

Meike Stich

M-Five GmbH Mobility, Futures, Innovation, Economics

ms@m-five.de

Daniel Berthold

M-Five GmbH Mobility, Futures, Innovation, Economics

db@m-five.de

Kooperationspartner:

Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung

Kontakt:

Dr. Marc Schietinger

Hans-Böckler-Stiftung

Forschungsförderung

marc-schietinger@boeckler.de

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