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WSI-Mitteilungen

Dolvik, Jon Erik : Nordeuropäische Muster der Arbeitsmarktanpassung

Ausgabe 01/2009

Der Beitrag gibt einen Überblick über die korporatistischen Arbeitsmarktmodelle in Nordeuropa und ihre unterschiedlichen Anpassungspfade, die in den letzten Jahrzehnten vom Problemfall zum Vorzeigeobjekt wurden. Die in den kleinen und offenen Volkswirtschaften entstandenen Arbeitsmarktmodelle zeichnen sich durch eine zentralistische Verbändestruktur und zentrale Kollektivvereinbarungen aus. Sie sind von einem hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad und einer ausgebauten Arbeitnehmervertretung geprägt. Diese Merkmale sind Teil von Sozialmodellen, die auf einer engen Interaktion zwischen Arbeitspolitik, sozialstaatlicher - und makroökonomischer Politik basieren. Sie haben - wenn auch inzwischen in etwas abgeschwächter Form - zu hoher Arbeitskräftemobilität, mehr Chancengleichheit und Beschäftigung ("Flexicurity”) in Nordeuropa beigetragen. Dabei werden jedoch häufig andere Entwicklungen - zunehmender Wettbewerb auf den Produktmärkten und angebotsorientierte Reformen - in den nordischen Ländern seit den Krisen der 1980er und 1990er Jahre übersehen. Ein weiteres Merkmal der "wiederbelebten" nordischen Modelle ist die wachsende Bedeutung von Verhandlungen und Dialogen zwischen Management und Gewerkschaften auf Unternehmensebene.

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