Digitalisierung und Entgrenzung von Berufs- und Privatleben

Forschungsschwerpunkt: Mitbestimmung im Wandel

Status: laufend

Projektende: 30.04.2019

Projektnummer: 2017-396-2

Projekttitel: Digitalisierung und Entgrenzung von Berufs- und Privatleben

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Projektziel:

Digitale Technologien können die Integration von Berufs- und Privatleben erleichtern – etwa durch das Erledigen privater Angelegenheiten während der Arbeitszeit. Sie können aber auch gesundheitliche Belastungen erhöhen, weil sie zu neuen Arbeitsanforderungen führen oder das Abschalten von der Arbeit erschweren. Durch eine differenzierte Betrachtung von „Risiken“ und „Chancen“ digitalisierter Erwerbsarbeit nach Geschlecht, Qualifikation und Familienverpflichtung will das Projekt spezifische Informationen über das individuelle Auftreten entgrenzter Erwerbsarbeit und ihren Auswirkungen gewinnen.

 

Projektbeschreibung:

1. Kontext

Digitale Kommunikationstechnologien fördern den Einsatz zeitlich und räumlich mobiler Arbeitsformen und transportieren erwerbsbezogene Aufgaben zunehmend in den privaten Lebensbereich von Beschäftigten. Fast die Hälfte aller Beschäftigten gaben in der Befragung des DGB zum Index Gute Arbeit 2016 eine gestiegene Arbeitsbelastung durch den Einsatz digitaler Technologien an. Obwohl viele Studien bereits auf den Zusammenhang zwischen entgrenzter Erwerbsarbeit und gesundheitlichen Belastungen verweisen, ist über die Auswirkungen des Einsatzes digitaler Technologien auf diesen Zusammenhang nur wenig bekannt. Dabei ist zu erwarten, dass der Einsatz digitaler Technologien weiter zunehmen wird und damit Einzug in den Arbeitsalltag einer steigenden Anzahl von Beschäftigten erhält. Dadurch werden Fragen im Hinblick auf einen wirksamen Arbeits- und Gesundheitsschutz auf betrieblicher sowie politischer Ebene weiter an Relevanz gewinnen.


2. Fragestellung

1. Welchen Einfluss nimmt der erwerbsbezogene Einsatz von digitalen Technologien auf die Entgrenzung von Berufs- und Privatleben?

2. Welchen Einfluss hat die Entgrenzung von Berufs- und Privatleben auf die Gesundheit der Beschäftigten, moderiert durch den erwerbsbezogenen Einsatz von digitalen Technologien?


3. Untersuchungsmethoden

Anhand von multivariaten Regressionsanalysen mit den Daten des European Working Conditions Survey (EWSC), des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung wird der Einfluss eines erwerbsbezogenen Einsatzes von digitalen Technologien auf die Entgrenzung von Berufs- und Privatleben sowie als Moderator des Zusammenhangs zwischen Entgrenzung und Gesundheit von abhängig Beschäftigten nach Geschlecht, beruflicher Qualifikation und Familienverpflichtung differenziert untersucht.


 

Projektleitung und Bearbeiter/in:

Projektleitung:

Prof. Dr. Anne Busch-Heizmann
Universität Duisburg-Essen Fakultät für Gesellschaftswissenschaften
Institut für Soziologie
E-Mail: anne.busch-heizmann(at)uni-due.de

Prof. Dr. Frank Kleemann
Universität Duisburg-Essen Institut für Soziologie (IfS)
Schwerpunkt Arbeit und Organisation, LF 355
E-Mail: frank.kleemann(at)uni-due.de


Bearbeiter/in:

Timothy Rinke
Universität Duisburg-Essen Institut für Soziologie (IfS)
Fakultät für Gesellschaftswissenschaften
E-Mail: timothy.rinke(at)uni-due.de

Ines Entgelmeier
Universität Duisburg-Essen Fakultät für Gesellschaftswissenschaften
E-Mail: ines.entgelmeier(at)uni-due.de

 

Kontakt:

Dr. Stefan Lücking
Hans-Böckler-Stiftung
Forschungsförderung
E-Mail: stefan-luecking(at)boeckler.de

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