Gelingensbedingungen für partnerschaftliche Zeitaufteilung

Forschungsschwerpunkt: Erwerbsarbeit

Status: laufend

Projektende: 31.10.2019

Projektnummer: 2015-926-3

Projekttitel: Gelingensbedingungen für partnerschaftliche Zeitaufteilung

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Projektziel:

Das Projekt untersucht den Einfluss politischer und betrieblicher Rahmenbedingungen auf die innerpartnerschaftliche Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit bei Eltern junger Kinder. Obwohl sich familienpolitisch in den letzten Jahren viel getan hat, unterscheiden sich Beschäftigungsquoten und Arbeitszeiten zwischen Männern und Frauen, vor allem zwischen Müttern und Vätern, nach wie vor eklatant. Es gibt noch immer nur wenige Väter, die länger als zwei Monate Elternzeit nehmen oder zeitweise in Teilzeit arbeiten - obwohl Umfragen zeigen, dass Väter mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen möchten. Im Gegensatz dazu ist ein Großteil der Mütter in Deutschland nicht oder nur in geringem Umfang erwerbstätig. Das Projekt widmet sich daher der Frage, warum diese traditionelle Rollenaufteilung fortbesteht und unter welchen betrieblichen und politischen Bedingungen sich Väter und Mütter Erwerbs- und Familienarbeit gleichberechtigt aufteilen.

 

Projektbeschreibung:

1. Kontext

Trotz maßgeblicher Verbesserungen der institutionellen Rahmenbedingungen in Deutschland und Modernisierung kultureller Rollenbilder ist die Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit zwischen Müttern und Vätern in Deutschland noch immer ungleich verteilt und folgt weiterhin geschlechtsstereotypen Mustern. Diese Ungleichverteilung trägt wesentlich zu den bestehenden Geschlechterungleichheiten am Arbeitsmarkt und im Lebensverlauf bei. Hierzu gehören Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen, die Unterrepräsentation von Frauen auf Führungsebenen und große Rückstände beim Alterseinkommen von Frauen aufgrund von Erwerbsunterbrechungen und qualifikationsinadäquater Beschäftigung. Zudem gewinnen die Themen "Vereinbarkeit" und "Partnschaftlichkeit" zunehmend an Bedeutung. Denn: ökonomischer Erfolg und eine hohe Zufriedenheit in der Belegschaft lassen sich nur erreichen, wenn Familie und Beruf für Frauen und Männer vereinbar sind.


2. Fragestellung

Das Projekt widmet sich den politischen und betrieblichen Rahmenbedigungen partnerschaftlicher Vereinbarkeit und versucht Antworten auf folgende Fragen zu finden: Welche Faktoren unterstützen Eltern dabei, sich gleichermaßen in bezahlte und unbezahlte Arbeit einzubringen? Unter welchen Bedingungen reduzieren Väter zugunsten von Erziehung- und Pflegeaufgaben ihre Arbeitszeit oder steigen zeitweise aus dem Beruf aus? Was hilft Müttern auch nach der Geburt eines Kindes erwerbstätig zu bleiben und ökonomisch auf eigenen Beinen zu stehen? Ist eine Vollzeiterwerbstätigkeit beider Partner ökonomischen Notwendigkeiten geschuldet oder arbeiten insbesondere hochqualifizierte Paare mit progressivem Rollenverständnis in dieser Konstellation, weil diese ihre Arbeitsbedingungen oftmals selbstständig festlegen können und Arbeit für sie mehr als ein Broterwerb ist? Wie können Gewerkschaften, Betriebs- und Personalräte Eltern bei ihrem Wunsch nach mehr Partnerschaftlichkeit unterstützen?


3. Untersuchungsmethoden

Mittels quantitativer und qualitativer Daten werden die politischen und betrieblichen Bedingungen untersucht , die zu einer egalitären Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit bei Eltern mit jungen Kindern führen. Dazu werden international vergleichende Daten der Europäischen Arbeitskräfteerhebung (EU AKE) verwendet. Zweitens sollen die im Jahr 2014/2015 im Rahmen des BMFSFJ-geförderten Projektes "Betriebliche Gelingensbedingungen einer partnerschaftlichen Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit" erhobenen Daten analysiert werden. Hierbei handelt es sich zum einen um 65 qualitative Interviews mit Eltern und zum anderen um quantitative Daten einer Zusatzerhebung von fast 1000 Müttern und 1000 Vätern zu der vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) durchgeführten Befragung Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten (AID:A II).


 

Projektleitung und Bearbeiter/in:

Projektleitung:

Lena Hipp
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung GmbH (WZB)
E-Mail: lena.hipp(at)wzb.eu


Bearbeiter/in:

Dr. Mareike Bünning
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung GmbH (WZB)
E-Mail: mareike.buenning(at)wzb.eu

 

Kontakt:

Dr. Barbara Fulda
Hans-Böckler-Stiftung
Forschungsförderung
E-Mail: barbara-fulda(at)boeckler.de

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