Pressemitteilungen 2017

2019 2018 | 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007

19.05.2017

Leichter Anstieg, doch Frühwarnstatus weiter auf „grün“

IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt niedrig

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft sind weiterhin günstig. Das Risiko dass sie in nächster Zeit in eine Rezession gerät, bleibt trotz eines leichten Anstiegs gering. Das zeigt der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Für den Zeitraum von Mai bis Juli weist das Frühwarninstrument, das die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 10,8 Prozent aus. Im April hatte der Wert bei 8,1 Prozent gelegen. Bei Werten unter 30 Prozent besteht keine Rezessionsgefahr, der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator zeigt weiter grün.

Die leichte Eintrübung im Indikatorwert erklärt IMK-Konjunkturexperte Peter Hohlfeld damit, dass das Verarbeitende Gewerbe in den vergangenen Wochen etwas weniger Aufträge aus dem Inland erhalten hat. Zudem kamen von einigen Finanzmarktindikatoren leicht negative Signale. Trotzdem sei die „konjunkturelle Aufwärtsbewegung in der Grundtendenz nach wie vor intakt“, betont Hohlfeld. Dafür spreche, dass sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im April zum dritten Mal in Folge verbesserte. Außerdem stiegen die Auftragseingänge aus dem Ausland und das Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal robust. Daher bleibt das IMK bei seiner Einschätzung, dass sich der moderate Aufschwung in Deutschland fortsetzen wird. Für 2017 rechnet das Düsseldorfer Institut mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent, für 2018 prognostizieren die Konjunkturforscher 1,8 Prozent.

In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt dabei die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Das Frühwarnsystem signalisiert eine Rezession, wenn die Industrieproduktion über fünf Monate um mindestens ein Prozent schrumpft.

Der IMK-Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.

Weitere Informationen:

Zum IMK-Konjunkturindikator

Zur aktuellen Konjunkturprognose

Kontakt:

Peter Hohlfeld
IMK

Rainer Jung
Leiter Pressestelle

zurück

X

Hinweis zur Nutzung von Cookies auf dieser Website

Diese Website benutzt Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Die Nutzung der Cookies können Sie in Ihren Browser-Einstellungen ändern. Wir benutzen außerdem Tracking-Cookies der Tracking-Tools Matomo und Webtrekk. Diese werden nur gesetzt, wenn Sie auf den „Einverstanden“-Button klicken. Solange Sie dies nicht tun, nutzen Sie die Website und Ihre Angebote, ohne dass die genannten Tracking-Tools aktiviert werden. Durch die Betätigung des Einverstanden-Buttons willigen Sie auch in das durch Facebook Insights getätigte Tracking auf der Facebook Fanpage der Hans-Böckler-Stiftung ein. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Einverstanden