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Rechercheservice zum CDU-Parteitag

Wissenschaftlicher Rechercheservice zum CDU-Parteitag 2026: Fakten zur Debatte um soziale Sicherung und Arbeit

Arbeitszeit, Sozialstaat, Bürgergeld, Rente, Krankenversicherung: Wie viel Substanz und welche Wirkungen und Nebenwirkungen haben die im Vorfeld des CDU-Parteitags von Unions-Politiker*innen oder parteinahen Lobbygruppen erhobenen zahlreichen Forderungen?

[18.02.2026]

Deregulierte Arbeitszeiten, Einschnitte bei der sozialen Sicherung, bei gesetzlicher Rente und Krankenversicherung, Einschränkungen für Erkrankte – im Vorfeld des CDU-Parteitags am 20. und 21. Februar 2026 wurden von Unions-Politiker*innen oder parteinahen Lobbygruppen zahlreiche Forderungen erhoben, die auch bei den Diskussionen während des Parteitags eine Rolle spielen dürften.

Aber wie viel Substanz, welche Wirkungen und Nebenwirkungen haben sie, auch vor dem Hintergrund hoher sozialer Ungleichheit? Wir haben in den vergangenen Monaten zahlreiche Studien unter anderem zu Arbeitszeit, Finanzierbarkeit des Sozialstaats, Generationengerechtigkeit der Rente und zur Verteilung vorgelegt.

Hier die aktuellen zentralen Untersuchungen:

Finanzierbarkeit des Sozialstaats

(Auswahl; noch mehr aktuelle Fakten im Forschungsüberblick zur Sozialstaat-Debatte)

Stabile Staatsquote

Arbeitszeit / Teilzeit

(Auswahl; noch mehr aktuelle Fakten im Forschungsüberblick zur Arbeitszeit-Debatte)

Infografik: 75 Prozent der Beschäftigten sind der Meinung, dass es bei Arbeitstagen von über zehn Stunden schwieriger wird, familiäre oder private Verpflichtungen zu erfüllen. Der Anteil ist bei den Frauen mit rund 80 Prozent höher als bei den Männern mit 70,5 Prozent.

Rente

(Auswahl; noch mehr Fakten im Forschungsüberblick zur Renten-Debatte)

Infografik: 2003 steuerte der Bund Mittel in Höhe von 3,5 Prozent des BIP zu den gesamten Rentenausgaben bei, 2024 waren es lediglich 2,7 Prozent.
Aufreibende Arbeit

Gesundheit / Lohnfortzahlung

Im Verhältnis zu den Bruttolöhnen und -gehältern sind die Ausgaben für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zwischen 2010 und 2024 nur moderat gestiegen, von 3,4 auf 4,2 Prozent

Verteilung / Ungleichheit

(Auswahl; noch mehr Fakten im Forschungsüberblick zu Ungleichheit)

Infografik: Bei den verfügbaren Haushaltseinkommen hat der Gini-Koeffizient, der Ungleichheit auf einer Skala von null bis eins misst, mit 0,31 einen neuen Höchststand erreicht.
Oft kein aktives Unternehmertum

Modernisierung in Unternehmen

Infografik: Dass sie bei der Arbeit in hohem oder sehr hohem Maß immer stärker von Veränderungen betroffen sind, sagen 48 Prozent der Beschäftigten, dass ihr Arbeitgeber an neuen digitalen Geschäftsmodellen arbeitet, 54 Prozent. 51 Prozent rechnen damit, dass die technologische Entwicklung sie mit neuen Aufgaben konfrontieren wird, 43 Prozent berichten, dass in ihrem Betrieb neue Arbeitsformen eingeführt werden.

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