Stipendium und Engagement: Ehrensache – Jung und engagiert
Mitreden, mitbestimmen und das gesellschaftliche Miteinander aktiv gestalten – unsere Stipendiat*innen sind jung und auf vielfältige Weise engagiert. Sie sagen: Das ist Ehrensache!
„Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen“ – zum Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai lädt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dazu ein, das gesellschaftliche Miteinander mit einem bundesweiten Mitmach-Tag zu feiern.
Unsere Stipendiat*innen studieren und promovieren an Universitäten und Fachhochschulen, erwerben das (Fach-)Abitur auf dem zweiten Bildungsweg oder absolvieren eine Ausbildung. Sie sind aktive junge Menschen, die sich gewerkschaftlich, politisch und sozial, in Vereinen, Organisationen und Initiativen, in ihren Nachbarschaften und Gemeinden engagieren. In ihren Stipendiat*innengruppen und in den Stiftungsgremien gestalten sie das stipendiatische Miteinander aktiv mit.
Anlässlich des Ehrentags stellen wir das herausragende Engagement unserer Stipendiat*innen vor und zeigen: Engagement ist jung und hat viele Gesichter!
Joel, Laura und Julian: IM Einsatz für Mitbestimmung und Teilhabe
Mitbestimmung und politische Teilhabe sind für Joel, Laura und Julian ganz selbstverständlich Teil ihres Lebens: Bei den Jusos und als Mitglied der Jugend-Enquete-Kommission bringt Jura-Student Joel seine Perspektive als Teil einer marginalisierten Gruppe ein und möchte mit seiner Stimme die Politik vielfältiger und bedarfsgerechter gestalten. Besonders in Krisenzeiten ist sein Engagement für Joel ein wichtiger Anker: „Ehrenamt und Engagement tragen dazu bei, dem Gefühl von Ohnmacht etwas entgegenzusetzen.“
Als Jugendauszubildendenvertreter*innen (JAV) engagieren sich Laura und Julian in ihren Betrieben und in der Gewerkschaft für gute Arbeitsbedingungen für ihre jungen Kolleg*innen. „Durch meine Rolle als Interessensvertretung kann ich den Alltag meiner Kolleg*innen positiv verändern“, sagt Laura. Julian ist es wichtig, auch anderen jungen Menschen zu zeigen: „Es lohnt sich, füreinander einzustehen“.
MAJLINDA UND CONG: ZUSAMMEN MEHR ERREICHEN
Im Rahmen ihres Ehrenamts bringen Cong und Majlinda Menschen zusammen: Mit ihrem Engagement für das NRW-Talentzentrum sorgt Majlinda dafür, dass junge Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten für einen Erfahrungsaustausch zusammenkommen. Mit Wort und Tat unterstützt und motiviert sie sie auf ihrem individuellen Bildungsweg. „Mein Ziel ist es, damit einen Beitrag zu einer inklusiveren und gerechteren Gesellschaft zu leisten.“
Stipendiat Cong engagiert sich im Deutsch-Vietnamesischen Sprach- und Kulturverein Köln. Sein Wunsch: Für mehr Zusammenhalt in der jungen deutsch-vietnamesischen Community einstehen. Er steckt viel Zeit und Energie in sein Engagement und weiß: „Ehrenamt ist eine Kraftanstrengung – es sorgt aber auch für viel Freude und ein Gefühl der Anerkennung.“
DENISE, SAMET UND ANH: Viele STIMMEN FÜR EINE GUTE ZUKUNFT
Mit ihrem Engagement für das Netzwerk Demokratie und Courage und in der Gremienarbeit bei der GEW macht Denise Stimmen sichtbar, die häufig ungehört blieben. Dabei erlebt die junge Promovendin in eigener Anschauung, dass Ehrenamt das Gemeinschaftsgefühl stärkt: „Engagement ist mehr als nur das Erreichen von Veränderungen: Es ist der gemeinsame Weg dorthin, der Menschen zusammenbringt.“
Als Delegierter der UN-Frauenrechtskonvention und in der Antidiskriminierungsarbeit baut Stipendiat Samet Brücken zwischen marginalisierten Lebensrealitäten und der Politik. Ihre Perspektiven trägt er in internationale Institutionen hinein und macht sie dort sichtbar, wo große Entscheidungen getroffen werden. Wichtig ist ihm, dass nicht nur über Betroffene gesprochen wird, sondern mit ihnen. Anderen jungen Menschen möchte er mitgeben: „Unsere Stimme kann etwas verändern!“
Als Mitglied der kreativen jungen Verfahrensingenieure (kjVI) und bei den Young Leaders in Energy & Sustainability (YES-Europe) macht sich Stipendiatin Anh für Themen wie Nachhaltigkeit, Energiewende und Kreislaufwirtschaft stark und begeistert andere junge Menschen für ihr Fach, die Verfahrenstechnik. „Denn Veränderung passiert nicht von allein, sondern durch gemeinsames Handeln von Menschen, die etwas bewegen wollen.“
Weitere Informationen