Förderschwerpunkt „Geschichte der Gewerkschaften“


Die Geschichte der Gewerkschaften und der Arbeitswelt ist die Basis aktueller Problemkonstellationen. Ihre Betrachtung kann dazu beitragen, ein besseres Verständnis heutiger Problemlagen zu erhalten.

Die Hans-Böckler-Stiftung fördert Projekte, die…

  • … sich mit der Geschichte der Gewerkschaften und der Arbeitswelt seit den 1970er Jahren befassen.
Nach der Boomphase der 1950er und 1960er Jahre beschleunigte sich die industrielle Entwicklung, kennzeichnend hierfür sind Automatisierung, Computerisierung, Rationalisierung, Tertiarisierung sowie Veränderungen in der internationalen Arbeitsteilung. Mit dem industriellen Wandel und den Strukturbrüchen in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft seit den 1970er Jahren veränderten sich die Arbeitswelt, die Anforderungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Möglichkeiten und Strategien ihrer Interessenvertretung ebenso wie die Rolle von Arbeit als gesellschaftlichem Integrationsfaktor.

Von Forschungsinteresse sind:

  • die historische Analyse von Veränderungen gewerkschaftlicher und betrieblicher Mentalitäten, Einstellungen und Diskurse,
  •  der Wandel von Arbeit als gesellschaftlichem Integrationsfaktor,
  • die Entwicklung der Machtbeziehungen zwischen betrieblichen und außer-betrieblichen Akteuren und Akteursgruppen.
In diesen Themenkontexten können Betriebe als soziales Handlungsfeld zum Forschungsgegenstand werden. Fabrikgeschichte ist dagegen ebenso wie Lokal- und Regionalgeschichte von der Förderung ausgeschlossen.

In einem begrenzten Umfang förderfähig sind…

  • biografische Studien zu exponierten Persönlichkeiten der Gewerkschaftsgeschichte, die geeignet sind Entwicklungen und Mentalitäten am Beispiel einzelner Persönlichkeiten zu verdeutlichen.
  • organisationsgeschichtliche Projekte, mit übergreifenden Fragestellungen wie dem Umgang der Organisation mit bedeutenden externen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen und deren Folgen für den Charakter der Organisation.
  • sowie die Sicherung und Zugänglichmachung von Quellen, wenn hierdurch neue wesentliche Quellen für die Geschichte der Arbeitswelt generiert werden können oder eine Erschließung und Aufbereitung archivalischer Quellen für konkrete Forschungsprojekte notwendig ist.
Der Forschungsschwerpunkt „Geschichte der Gewerkschaften“ ist eingebunden in das Kooperationsprojekt „Jüngere und jüngste Gewerkschaftsgeschichte“ mit der Friedrich-Ebert-Stiftung. Zentral sind hierbei die Beratung und die Vernetzung von Forschenden sowie Historikerinnen und Historikern in den Gewerkschaften durch Fachtagungen und Workshops.


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