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Systemrelevant Podcast: Raus aus der Krise? Die neue Konjunkturprognose des IMK

Nach einem historischen Einbruch erwartet das IMK 2021 eine kräftige Erholung der deutschen Wirtschaft. Wann er mit der Rückkehr des BIP auf Vorkrisen-Niveau rechnet und welche konjunkturellen Risiken lauern, erläutert IMK-Direktor Sebastian Dullien im Podcast.

[30.09.2020] Die neue Konjunkturprognose des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr um 5,2 Prozent schrumpfen wird. Im kommenden Jahr rechnen die Forscher*innen mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 4,9 Prozent. 

Im Gespräch mit Marco Herack verweist IMK-Direktor Sebastian Dullien aber auch auf die erheblichen Risiken hinter der Prognose. Erneute flächendeckende Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie, Unruhen und Unsicherheiten im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen im November und die Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien könnten die Erholung der Wirtschaft gefährden.

Dullien betont die derzeit wichtige Rolle des Staates in Deutschland, aber auch in anderen Ländern wie den USA. Konjunkturmaßnahmen wie Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosenhilfen würden derzeit einen schlimmeren Einbruch der Wirtschaft verhindern. Die Gefahr eines Anstiegs der Inflation sieht er hingegen auf absehbare Zeit nicht und warnt vor einem zu schnellen Konsolidierungskurs der Geldpolitik.

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Die Chancen auf wirtschaftliche Erholung sieht Dullien allerdings nicht für allen Branchen in gleichem Maße. So seien beispielsweise die Unternehmensinvestitionen wegen der Unsicherheiten in den Bilanzen weiterhin schwach, was zum Beispiel den Maschinenbau treffe. Bei der Automobilbranche sieht er die Situation hingegen optimistischer als manch anderer und verweist auf die stark gestiegene Sparquote der Konsument*innen, die durch die Corona-Maßnahmen eher "Zwangssparen" als "Angstsparen" betrieben hätten und ihre Ausgaben wieder verstärken dürften.

Für die viel befürchtete Explosion der Staatsverschuldung sieht man am IMK keine empirische Grundlage. Die gesamtstaatliche Schuldenquote bleibt in Deutschland trotz des Krise unter 70% und dürfte nächstes Jahr wieder fallen. Das Schuldenniveau der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 würde damit nicht erreicht.

Alle Informationen zum Podcast

Über "Systemrelevant": Die Corona-Krise bedeutet auch wirtschaftlich eine nie dagewesene Herausforderung für unsere Gesellschaft. Wir besprechen die neuesten Entwicklungen und Debatten mit Prof. Dr. Sebastian Dullien, dem Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Moderation: Marco Herack

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