Böckler Impuls Ausgabe 18/2017

Arbeitswelt

Arbeitsstress stört das Familienleben

Die Arbeitsbedingungen der meisten Beschäftigten in Deutschland sind verbesserungswürdig. Viele sind nach Feierabend so geschlaucht, dass die Familie zu kurz kommt. Eine „Gute Arbeit“ haben nur 13 Prozent.

Arbeitsstress stört das Familienleben

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42 Fragen mit insgesamt 480 verschiedenen Antwortmöglichkeiten und 4800 Befragte: In den jährlich neu berechneten DGB-Index Gute Arbeit fließen Tausende detaillierte Informationen zu Anforderungen und Gestaltung der Arbeit ein. Nach den neusten Zahlen hat sich die Arbeitsqualität im laufenden Jahr gegenüber 2016 minimal verbessert. Im Schnitt könne man für Deutschland von einer „Arbeitsqualität im unteren Mittelfeld“ sprechen, sagen die Forscher, die den Index im Auftrag des DGB erstellen. 

Unter „schlechter Arbeit“ leiden der Auswertung zufolge 19 Prozent der Beschäftigten, 31 Prozent liegen im unteren Mittelfeld, 37 Prozent im oberen Mittelfeld. „Gute Arbeit“ haben 13 Prozent. 

Den Schwerpunkt der diesjährigen Analyse bildet die Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf, privaten Verpfichtungen wie Kindererziehung oder der Pfege von Angehörigen und Freizeit. Die repräsentative Umfrage zeigt: 41 Prozent der Beschäftigten sind oft so erschöpft, dass sie nicht dazu kommen, „sich um private oder familiäre Angelegenheiten zu kümmern“. Berufliches und private Interessen unter einen Hut zu bringen, scheitert oft an zeitlichen Hürden. Das sagen 27 Prozent der Befragten. Erschöpfung wie Zeitprobleme machen besonders Frauen zu schaffen.

Nicht zu übersehen ist der Zusammenhang zwischen der allgemeinen Arbeitsqualität und den gesondert abgefragten Angaben zu Vereinbarkeitsproblemen. Erschöpfung und zeitliche Schwierigkeiten hindern nur zehn beziehungsweise acht Prozent der Arbeitnehmer mit guter Arbeit daran, Außerberufiches wie gewünscht zu bewältigen. Die Gruppe der Beschäftigten mit schlechter Arbeit kommt hier auf Werte von 73 beziehungsweise 52 Prozent. 

Den Schlüssel zu besserer Vereinbarkeit sehen die Autoren in gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen und -zeiten, die Flexibilität im Sinne der Beschäftigten bieten.

Quelle

 DGB-Index Gute Arbeit – Der Report 2017, November 2017

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