LABOR.A®: Ein starkes Netzwerk für eine bessere Zukunft
Das Programm der LABOR.A® 2026 unter der Überschrift „HUMAN“ ist eine bewusste Setzung gegen eine Logik, die Effizienz und Profit über alles stellt. Die Zeiten, in denen wir leben, sind nicht die hellsten – aber auch deswegen ist es so wichtig, als starkes Netzwerk zusammenzukommen, schreibt Lisa Basten.
[06.07.2026]
Von Lisa Basten
Es gibt eine unheilige Allianz, die noch vor wenigen Jahren undenkbar schien: Tech-Konzerne, die einst als liberale Modernisierer galten, und rechtsextreme Bewegungen, die Demokratie und Vielfalt als Feindbilder pflegen, finden zueinander. Was dieses Bündnis eint, ist eine gemeinsame Geringschätzung des Menschen – als Beschäftigte*r, als Wissenschaftler*in, als Bürger*in. Gleichzeitig haben sich Unternehmen, NGOs und politische Organe im Zuge der Digitalisierung in eine Abhängigkeit von genau jenen Konzernen begeben, die von dieser Allianz profitieren.
Vor diesem Hintergrund steht das Programm der LABOR.A® 2026 unter der Überschrift „HUMAN“. Das Motto unserer Konferenz zur Arbeit der Zukunft ist dabei weder Gegenmodell zur Digitalisierung noch nostalgischer Appell. Es ist eine bewusste Setzung gegen eine Logik, die Effizienz und Profit über alles stellt. Wir wollen nicht einfach feiern, was technisch möglich ist, sondern fragen, was einer besseren Zukunft dient.
Die Perspektive trägt weit: Im Programm finden sich Fragen nach Ausbeutungsstrukturen der Digitalisierung, aber auch Beispiele für KI-unterstützte Inklusion im Betrieb und die Chancen sinnvollen Promptings. Andere Beiträge widmen sich der Bedrohung, die Menschen durch ein zunehmendes Gewaltpotential und durch die Folgen des Klimawandels am Arbeitsplatz erleben. Wir sprechen über Schutz, Solidarität und Widerstand und über Zukunftsbilder, die Vielfalt und Wohlstand feiern. Und mit Mindestlohn, Arbeitszeit, Entgelttransparenz und der Montanidee wird es konkret.
Ich bin beeindruckt und dankbar für die schier überwältigende Expertise im diesjährigen Programm. Klar: Die Zeiten sind nicht die hellsten, um für die Arbeit der Zukunft einzustehen. Aber sie sind definitiv auch nicht verloren – und ein Anlass, als starkes Netzwerk zusammenzukommen.
Am 15. September 2026 laden wir dazu ins Cafe Moskau und auf www.labora.digital ein, gemeinsam mit Gewerkschaften, Wissenschaft und Zivilgesellschaft als Partner*innen. Die Idee: Wer Transformation konsequent vom Menschen her denkt, findet auch Antworten auf die Allianzen, die uns gerade herausfordern. Ich freue mich sehr auf den Austausch mit Euch und Ihnen!
Lisa Basten leitet das Programmteam der LABOR.A®.
Weitere Informationen
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