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Working Paper & Studies

Kollektive Herstellung arbeitsweltbezogener Positionierungen in Gruppendiskussionen: "Wir haben ein paarmal überlegt, alle gleichzeitig zu kündigen"

Übergänge in die Arbeitswelt sind komplexer als oft angenommen. Junge Menschen sehen sich Zuschreibungen und Erwartungen gegenüber und vertreten zugleich eigene Ansprüche. Dieser Vielzahl an teils widersprüchlichen Fremd- und Selbstpositionierungen versucht die Studie mit dem Konzept arbeitsweltbezogener Positionierungen theoretisch und empirisch gerecht zu werden. In zehn Gruppendiskussionen zeigen sich erste Ergebnisse: Während die befragten jungen Menschen generationale Zuschreibungen zumeist ablehnen, halten sie an erwerbszentrierten Lebensmodellen fest. Geschlechtliche Rollenteilungen werden jedoch zurückgewiesen. Obwohl Ungerechtigkeitserfahrungen geteilt werden, fehlen kollektive Solidarisierungsformen. Stattdessen dominieren individuelle Bewältigungsstrategien.

Quelle

Kammerlander, Lukas; Anstätt, Alena; Schon, Milena; Krieg, Caroline; Schröer, Wolfgang; Walther, Andreas (2026): "Wir haben ein paarmal überlegt, alle gleichzeitig zu kündigen" - Kollektive Herstellung arbeitsweltbezogener Positionierungen in Gruppendiskussionen
Forschungsförderung Working Paper Nr. 398, Düsseldorf, 79 Seiten

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