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: Trends und Nachrichten

Ausgabe 14/2020

Alles Corona: Über regionale Unterschiede, leere Herbergen, die wieder anlaufenden Produktion, den neusten Tiefstand und die Verlierer der Krise.

Tiefstand bei den Arbeitsstunden

So niedrig wie zwischen April und Juni 2020 war das Arbeitsvolumen in Deutschland seit der Wiedervereinigung nicht. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden ist laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gegenüber dem Vorjahresquartal um zehn Prozent auf 13,3 Milliarden gesunken. Verantwortlich dafür seien Kurzarbeit, Freistellungen, der Abbau von Überstunden und nicht anfallende Mehrarbeit. Trotz des enormen wirtschaftlichen Schocks durch die Corona-Pandemie sei die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Rückgang von 1,3 Prozent relativ stabil geblieben.

IAB, September 2020

Corona-Effekt mit regionalen Unterschieden

Die Arbeitslosigkeit ist im ersten Halbjahr 2020 in ganz Deutschland leicht gestiegen. Dabei sind die regionalen Unterschiede enorm, wie eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt. Der Analyse zufolge fällt der „Corona-Effekt“ in Berlin, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern am höchsten aus, im Saarland am geringsten. Dabei spiele die Branchenstruktur eine entscheidende Rolle: Besonders betroffen seien Regionen, in denen Branchen wie das Gastgewerbe oder Kultureinrichtungen, die unter dem Shutdown verstärkt zu leiden hatten, überproportional vertreten sind. Auch die Betriebsgrößenstruktur und die Bevölkerungsdichte wirken sich laut IAB aus: Wo es viele Kleinstbetriebe oder Städte gibt, ist die Arbeitslosigkeit tendeziell stärker gestiegen.

IAB, September 2020

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