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Wachstum: Konjunktur auf der Kippe

Ausgabe 12/2026

Die konjunkturelle Lage bleibt weiterhin unsicher. Der IMK-Konjunkturindikator weist für den Zeitraum von Juli bis September 2026 eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 26,8 Prozent aus.

Anfang Juni betrug sie für die folgenden drei Monate noch 24,7 Prozent. Gleichzeitig ist die statistische Streuung im Indikator, die die Verunsicherung von Wirtschaftsakteuren widerspiegelt, zurückgegangen. Zwar besteht einerseits die Hoffnung, dass der private Verbrauch bei allmählich rückläufiger Inflation das Wachstum anregen könnte. Andererseits lassen die jüngsten Angriffe der USA und des Iran befürchten, dass sich Konsum- und Wohnungsbauklima erneut eintrüben.

„Bei näherer Betrachtung der Auftragseingangs- und der Produktionsdaten wichtiger deutscher Schlüsselindustrien stellt sich die Lage nicht so schlecht dar“, erklärt IMK-Experte Thomas Theobald. Beim Maschinenbau und der Herstellung chemischer Erzeugnisse zeichnet sich inzwischen eine leichte Erholung ab. Bereits seit 2025 entwickelt sich die Herstellung elektronischer Erzeugnisse und elektrischer Ausrüstungen aufwärts. Allein im Fahrzeugbau bleiben Produktion und Auftragslage tendenziell rückläufig.

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