Schwerbehindertenvertretungen: Allianzpartner in Netzwerken

Forschungsschwerpunkt: Zukunft des Wohlfahrtstaats

Status: laufend

Projektende: 30.09.2018

Projektnummer: 2016-984-4

Projekttitel: Schwerbehindertenvertretungen: Allianzpartner in Netzwerken

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Projektziel:

Die Schwerbehindertenvertretungen (SBV) stehen als Lotsen in der betrieblichen Prävention und Inklusion auf Grund von gesellschaftlichen Veränderungen vor neuen Herausforderungen. Ihr Tätigkeitsspektrum sowie innerbetriebliche und externe Allianzen, die zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit beitragen können, sollen analysiert werden. Faktoren für gelingende Kooperationen werden identifiziert.

 

Projektbeschreibung:

1. Kontext

Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) betont u.a. die Bedeutung von Inklusion am Arbeitsleben. Gleichzeitig wird die Zielgruppe, für die eine gleichberechtigte Teilhabe gefordert wird, im Vergleich zum SGB IX Teil 2 erweitert: Chronisch Erkrankte sind als von Behinderung bedrohte Beschäftigte durch die Normen der Konvention miterfasst. Weiterhin ergibt sich durch die Veränderung der Arbeitswelt, den demographischen Wandel und den Fachkräftemangel, dass immer mehr Arbeitnehmer trotz und mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen berufstätig sind. Alternde Belegschaften sind u.a. durch einen längeren Krankenstand gekennzeichnet und das Risiko für Einschränkungen der Beschäftigungsfähigkeit wächst. An dieser Stelle stehen u.a. die SBVen der Betriebe vor neuen Herausforderungen, da diese in der betrieblichen Inklusion und Prävention eine wichtige Lotsenfunktion innehaben und an der Schnittstelle mit anderen relevanten Akteuren aktiv sind.


2. Fragestellung

Zu Beginn des Forschungsprojektes steht die Frage, wie das Tätigkeitsspektrum der SBVen aussieht. Im Besonderen sollen hier Veränderungen in Bezug auf die genannten neuen Herausforderungen deutlich gemacht und im Hinblick auf das Ziel des Erhalts der Beschäftigungsfähigkeit betrachtet werden. Weiterhin geht es um Allianzen zu innerbetrieblichen sowie externen Akteuren, die dem Ziel förderlich sind. Es folgt demnach die Frage, welche Kooperationen die SBVen zur Bewältigung der herausgearbeiteten Aufgabenfelder und zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit nutzen. Neben der Analyse der Beziehungsstrukturen können hier auch Aussagen getroffen werden über die Intensität und die Qualität der Kooperationen. Auf dieser Grundlage findet unter Einbezug der SBVen und ihren Kooperationspartnern ein Abgleich zur Praxis und den vorhandenen Ressourcen statt.


3. Untersuchungsmethoden

In einem ersten Schritt wird mittels einer bundesweiten branchenunspezifischen Onlineerhebung das Tätigkeitsspektrum der SBVen standardisiert ermittelt. In einem zweiten Schritt werden bei 4-5 Betrieben leitfadengestützte Experteninterviews branchenspezifisch durchgeführt, um die Beziehungsstrukturen sowie deren Intensität und Qualität tiefergehend zu analysieren und zu bewerten. Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der Kooperation zwischen SBV und dem Betriebsrat/Personalrat. In einem dritten Schritt werden anhand einer Zukunftswerkstatt mit Blick auf die existierenden Ressourcen Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Kooperationen abgeleitet und Handlungsanstöße gegeben werden.


 

Projektleitung und Bearbeiter/in:

Projektleitung:

Prof. Dr. Mathilde Niehaus
Universität zu Köln Lehrstuhl für Arbeit u. berufl. Rehabilitation
E-Mail: mathilde.niehaus(at)uni-koeln.de


Bearbeiter/in:

Dr. Andreas Glatz
Universität zu Köln Lehrstuhl für Arbeit u. berufl. Rehabilitation
E-Mail: andreas.glatz(at)uni-koeln.de

Marie Heide
Universität zu Köln Lehrstuhl für Arbeit u. berufl. Rehabilitation
E-Mail: marie.heide(at)uni-koeln.de

Jan-Willem  Surink
Universität zu Köln Lehrstuhl für Arbeit u. berufl. Rehabilitation
E-Mail: jw.surink(at)uni-koeln.de

 

Kontakt:

Dr. Dorothea Voss
Hans-Böckler-Stiftung Abt. Forschungsförderung
Zukunft des Wohlfahrtsstaats
E-Mail: dorothea-voss(at)boeckler.de

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