WSI-Mitteilungen Ausgabe 05/2019

Marie Sophia Heide, Mathilde Niehaus

Der Stellenwert der Schwerbehindertenvertretung in der betrieblichen Inklusion


Die WSI-Mitteilungen sind über den Nomos-Verlag erhältlich.

WSI-Mitteilungen 5/2019, Seiten 358-364

Zusammenfassung

Eine inklusive Arbeitswelt ist eine bedeutende Grundlage für eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Leben in der Gesellschaft. Durch die gesetzliche Verankerung und praktische Implementation der Schwerbehindertenvertretung (SBV) als betriebliche Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung kann betriebliche Inklusion gestaltet werden. Auf Grundlage einer Befragung von 1552 Vertrauenspersonen der schwerbehinderten und gleichgestellten Beschäftigten in deutschen Betrieben und Dienststellen zeigt dieser Beitrag, dass ihre Arbeit durch eine große Nähe zu ihrer Zielgruppe gekennzeichnet ist und sie eine wichtige Repräsentanz- und Unterstützungsfunktion ausüben. Verdeutlicht wird auch, dass das Handeln und der Handlungsspielraum der SBV durch die Erwartungen und Interessen verschiedener Akteur*innen – u. a. jener der schwerbehinderten Kolleg*innen, der Unternehmensleitung und des Betriebs-/Personalrats – geprägt sind. Vor diesem Hintergrund ergeben sich Rollenkonflikte, die es durch gezielte Weiterbildungen zu bearbeiten gilt.

Abstract

An inclusive work environment is an important foundation for a self-determined and equal participation of people with disabilities and health impairments in society. Through the legal anchoring and practical implementation of the Representative Body for Severely Disabled Employees (Schwerbehindertenvertretung), employee representation for the inclusion of people with disabilities can be shaped. Based on a survey of 1552 representatives of employees with severe disabilities in German companies, the article shows that their work is characterised by close proximity to their target group and that they thus fulfil an important representative and supportive function. It also clarifies that the actions and the scope of actions of the representatives of employees with severe disabilities are influenced by the expectations and interests of various actors, such as those of disabled colleagues as well as those of the employer and the works and staff councils. Against this background, there emerge role conflicts that need to be addressed through specific further training courses.

 


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