Forschungsprojekt: Transformation zum klimaresilienten Krankenhaus

Untersuchung der Handlungsmöglichkeiten und Hindernisse für die Mitbestimmung am Beispiel Hitzeschutz

Projektziel

Es geht um Ansätze und Hebel für die Mitbestimmung beim Hitzeschutz im Krankenhaus. Um Austausch, Vernetzung und Information zu verbessern, wird ein strukturierter Prozess durchgeführt (3 Workshops), an dem Interessenvertretungen der Region Berlin-Brandenburg teilnehmen können. Wissen wird zusammengetragen und strukturiert.

Projektbeschreibung

Kontext

Viele deutsche Krankenhäuser haben sich auf den Weg zu einer klimaresilienten Versorgung gemacht, stehen beim Hitzeschutz jedoch meist am Anfang. Häufig fehlen wirksame Hitzeschutzmaßnahmen und eine moderne, verschmutzungsarme Klimatisierung. Die zunehmende sommerliche Hitze stellt sie vor große Herausforderungen: Beschäftigte und Patient*innen leiden unter überhitzten Innenräumen.

Der Weg zum klimaresilienten Krankenhaus führt über Heatmaps, einen umfassenden Hitzeschutzplan, energetische Sanierung und die Weiterentwicklung der Infrastruktur. Dabei werden Wärmepumpen, Wärmenetze, Photovoltaik und Solarthermie sinnvoll kombiniert. Obwohl der Weg erkennbar ist, kommt die Transformation bislang nur langsam voran – es fehlt an Geld, Personal und Anreizen.

In dieser Situation kommt den Interessenvertretungen eine Schlüsselrolle zu. Sie vertreten die Beschäftigten, die ein gesundes, sicheres Raumklima fordern. Und sie haben die Zukunftsfähigkeit ihres Krankenhauses im Blick.

Fragestellung

Wie können Betriebs- und Personalrät*innen den Hitzeschutz im Krankenhaus voranbringen? Was hilft ihnen dabei und was steht im Weg?

In dem Projekt wollen wir nach realistischen Möglichkeiten suchen, wie Interessenvertretungen kurz- und mittelfristige Hitzeschutz-Maßnahmen parallel angehen und vorantreiben können. Wir wollen uns Ansätze und Hebel für die Mitbestimmung bei organisatorischen wie auch bei technischen/baulichen Hitzeschutz-Maßnahmen anschauen.

Untersuchungsmethoden

Die Workshop-Diskussionen möchten wir durch Informationen über die aktuelle Hitzeschutz-Situation an drei Krankenhäusern der Region stärken. Dafür werden Interviews mit Krankenhausbeschäftigten geführt. Ein wichtiger Baustein der Situationsanalyse sind die Erfahrungen, Sichtweisen und Ideen der Beschäftigten aus dem Facility Management, die oft in ausgelagerten Tochterunternehmen arbeiten.

Um das große Bild zu verstehen, werden politische, wirtschaftliche, sozio-kulturelle, technische, ökologisch-geografische und rechtliche Einflussfaktoren auf das System Krankenhaus untersucht (PESTEL-Methode).

Um Handlungsmöglichkeiten und Hindernisse für die Mitbestimmung beim Hitzeschutz zu identifizieren, werden die Workshop-Diskussionen analysiert. Zusätzlich werden Interessenvertretungen in Interviews zu ihren Erfahrungen und Lernprozessen befragt.

Projektleitung und -bearbeitung

Projektleitung

Dr. Pauline Bader

Kooperationspartner

Gisela Neunhöffer
ver.di - Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Berlin-Brandenburg
Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissensch

Kontakt

Dr. Manuela Maschke
Hans-Böckler-Stiftung
Forschungsförderung