Projektbeschreibung
Kontext
IMS:Gear ist stark von der Automobilindustrie abhängig und steht damit vor Herausforderungen wie globalem Wettbewerb und technologischen Umbrüchen. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, möchte das Unternehmen neue Märkte erschließen. Die vorhandenen Kompetenzen – darunter kreislauffähige und kompakte Antriebstechnik sowie Condition Monitoring – bieten hierfür eine solide Grundlage.
Die Transformation erfordert jedoch eine umfassende Anpassung des Betriebsmodells, einschließlich Produkten, Prozessen und Organisationsstrukturen. Ein besonderer Fokus liegt auf der frühzeitigen und systematischen Einbindung des Betriebsrats, um die Interessen der Beschäftigten zu sichern und deren Wissen aktiv zu nutzen.
Das Projekt wird gemeinsam mit Fraunhofer IAO, Betriebsräten sowie der IG Metall Villingen-Schwenningen durchgeführt und verfolgt das Ziel, einen übertragbaren Ansatz für Transformationsprozesse zu entwickeln.
Fragestellung
Zentrale Fragestellung ist, wie IMS:Gear seine bestehenden technologischen und organisatorischen Kompetenzen nutzen kann, um erfolgreich neue Branchen zu erschließen und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Dabei steht im Fokus, wie eine strategische Branchendiversifizierung gestaltet werden kann, die sowohl wirtschaftliche Stabilität als auch Beschäftigungssicherung gewährleistet. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Frage, wie der Betriebsrat effektiv und systematisch in Transformationsprozesse integriert werden kann, sodass seine Perspektiven frühzeitig berücksichtigt werden und er aktiv zur Gestaltung beiträgt.
Ziel ist es, ein übertragbares Modell zu entwickeln, das Unternehmen bei ähnlichen Transformationsherausforderungen unterstützt und die Rolle der Mitbestimmung als Erfolgsfaktor stärkt.
Untersuchungsmethoden
Das Projekt basiert auf einer partizipativen und transparenten Methodik unter Einbindung von IMS:Gear, Fraunhofer IAO, Betriebsräten und der IG Metall Villingen-Schwenningen. Ziel ist die Entwicklung eines übertragbaren Branchendiversifizierungsprozesses.
Projekt-Kickoff: Auftaktworkshop zur Analyse der Ausgangssituation und Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses.
Kompetenzanalyse: Semi-strukturierte Interviews erfassen Kernkompetenzen, die in einem Kompetenzradar visualisiert und gemeinsam mit Betriebsrat und Fachbereichen validiert werden.
Branchenbedarfsanalyse: Markt- und Literaturanalysen sowie Interviews und Workshops mit Branchenvertretern führen zu konsolidierten Bedarfsprofilen, die intern gespiegelt werden.
Zielbild & Roadmapping: Entwicklung eines Zielbilds inklusive Zukunftsprojekten, Identifikation von Lücken, Erstellung eines Aktionsplans mit Verantwortlichkeiten und Zeitrahmen sowie kontinuierliche Evaluation.