Forschungsprojekt: Monitoring sozial-ökologische Transformation

Eine Analyse von Forschungslandschaft, -themen und -akteuren

Projektziel

Das Projekt erstellt ein Monitoring der sozial-ökologischen Forschung (SÖF) und will den Prozess der Wissensgenerierung so organisieren, dass er dazu beiträgt, die Transformation sozialverträglich und demokratisch zu gestalten. Es werden ein Gesamtüberblick über beteiligte Akteure und zentrale Inhalte der SÖF erstellt, sowie mögliche Lücken oder blinde Flecken identifiziert.

Projektbeschreibung

1. Kontext

Um die SDGs zu erreichen ist eine tiefgreifende Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft notwendig. Diese Erfordernisse schlagen sich auch in der Gestaltung von Wissenschaftspolitik nieder, z.B. in der zunehmenden „Missionsorientierung“ der Forschung, d.h. die Verständigung darüber der Forschung eine bestimmte Richtung zu geben. So will auch die SÖF Wissen für die Transformation zur Nachhaltigkeit bereitstellen und den Prozess der Wissensgenerierung so organisieren, dass er dazu beiträgt, die Transformation sozialverträglich und demokratisch zu gestalten. Damit das Wissen handlungsleitend und transformativ wirkt, verfolgt die SÖF einen integrierten Ansatz, der interdisziplinäres Systemwissen mit Orientierungs- und Entscheidungswissen kombiniert und Praxiswissen in den Forschungsprozess integriert. Die Einbeziehung von Akteuren aus der Praxis (Transdisziplinarität) stärkt die Mitbestimmung und schafft handlungsleitendes Wissen für gesellschaftliche Aushandlungsprozesse.

2. Fragestellung

Dieses Projekt dient dem Ziel, einen fundierten Überblick zum aktuellen Stand der unterschiedlichen Forschungsstränge, die zur SÖF zählen oder direkt daran angrenzen, zu erstellen. Ein Monitoring der Forschung zur Sozial-ökologischen Transformation findet bisher nicht oder nur punktuell statt, zum Beispiel im Rahmen der Fortschreibung des SÖF-Förderkonzepts des BMBF. Um diese Lücke zu schließen, sollen zentrale Themen-Cluster erarbeitet werden und beteiligte Akteure diesen zugeordnet werden, um ExpertInnen in Betrieben und Gewerkschaften ein besseres Verständnis der Forschungslandschaft zur sozial-ökologischen Transformation (SÖT) zu vermitteln. Das Projekt liefert umfassende Informationen bezüglich der aktuellen inhaltlichen und strukturellen Entwicklungen in der Forschung zur SÖT und zeigt auf, wo inhaltliche Lücken sind oder welche Praxisakteure in der Forschung noch unterrepräsentiert sind.

3. Untersuchungsmethoden

Für das Forschungsmonitoring wird eine Vielzahl relevanter Datenquellen in einem vielschichtigen Methodenmix kombiniert. Zunächst werden geeignete Definitionen und Abgrenzungsparameter für den Untersuchungsgegenstand der SÖF erstellt. Danach werden in Literatur-, Projekt- und Pressedatenbanken Quellen identifiziert, die sich mit SÖT befassen, und zu einem Gesamtkorpus zusammengeführt, der mittels strukturierender textanalytischer Verfahren wie u.a. Topic Modelling untersucht wird. Hierdurch werden besonders verbreitete Themenbereiche identifiziert und semantisch bestimmt. Auf dieser Grundlage werden Suchstrategien entwickelt, die genutzt werden, um in durch Webscraping zusammengetragenen Internetquellen zu prüfen, welche wissenschaftlichen und gewerkschaftlichen Akteure in den identifizierten Bereichen aktiv sind. Schließlich erfolgen vertiefende Analysen der Ergebnisse der vorangegangenen Schritte, welche fortlaufend verschriftlicht und für die Veröffentlichung vorbereitet werden.

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