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Policy Brief

Inflation steigt im September 2026 auf 3,3 %, Kraftstoffpreise klettern weiter: IMK Inflationsmonitor

Die Inflationsrate in Deutschland ist im September 2026 um 0,4 Prozentpunkte auf 3,3 % gestiegen. Der Anstieg der Kraftstoff- und Heizölpreise erklärt diesen Inflationssprung vollständig. Zugleich verringerte sich der Preisauftrieb bei Dienstleistungen erneut leicht, während die weiterhin schwache Teuerung bei Nahrungsmitten etwas zulegte. Die Kernrate ohne Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak verharrte bei 2,4 %.

Die HVPI-Inflation lag mit ebenfalls 3,3 % erneut unter der Inflationsrate des Euroraums (3,8 %), die Dienstleistungsteuerung nahm wie auch im VPI ab.

Die haushaltsspezifischen Inflationsraten lagen überwiegend nah beieinander. Das gilt auch für die kumulierten längerfristigen Inflationsraten, wobei Familien in beiden Fällen in der oberen Hälfte liegen.

Obwohl sich die aktuellen Inflationstreiber mit Zinserhöhungen nicht wirksam bekämpfen lassen, gibt es bereits Forderungen nach einer weiteren geldpolitischen Straffung. Restriktive Geldpolitik wirkt, indem sie die durch die hohen Energiepreise bereits belastete Wirtschaft zusätzlich schwächt. Sinnvoller wäre ein konstruktiver Dialog zwischen EZB, Gewerkschaften und Arbeitgeberseite sowie gezielte Fiskalmaßnahmen zur Eindämmung der Inflation und Vermeidung von Zweitrundeneffekten.

Stichworte: Verbraucherpreise, Geldpolitik, Europäische Zentralbank, haushaltsspezifische Inflationsraten, Energiepreise, Tankrabatt, Preisschocks

Quelle

Tober, Silke (2026): IMK Inflationsmonitor - Inflation steigt im September 2026 auf 3,3 %, Kraftstoffpreise klettern weiter
IMK Policy Brief Nr. 226, Düsseldorf

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