: Entgeltgleichheit auf digitalen Arbeitsplattformen
Digitale Arbeitsplattformen wecken aufgrund der Anonymität sowie der zeitlich und örtlich flexiblen Erwerbsmöglichkeiten zeitweise die Erwartung, Gleichstellung fördern und Entgeltdifferenzen abbauen zu können. Zwar existieren Studien, die sich mit der fairen Bezahlung von Plattformtätigen beschäftigen, jedoch mangelt es an vertieften Analysen zu den geschlechterbezogenen Vergütungsstrukturen auf Plattformen sowie an rechtlichen Bewertungen. Diese Lücke schließt das Working Paper.
Verfasst wurde dies von Dr. Ulrike Spangenberg, ehemalige Co-Leiterin der Geschäftsstelle für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung zum Thema Digitalisierung, sowie von Dr. Siegfried Timpf, Diplom-Sozialökonom und Autor des Dossiers "Digitalisierung im Rahmen der Kommission Arbeit der Zukunft". Inhaltlich befassen sich die Autor*innen mit geschlechterbezogenen Entgeltdifferenzen auf Plattformen, deren diskriminierungsrechtlicher Bewertung und Maßnahmen zur Verhinderung von Diskriminierungen. In diesem Zusammenhang werden die Umsetzung der Europäischen Richtlinie zur Förderung von Entgelttransparenz sowie der Richtlinie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Plattformarbeit berücksichtigt. Das Working Paper schließt mit Empfehlungen zur Vermeidung entgeltbezogener Diskriminierungen auf digitalen Arbeitsplattformen und zeigt weiteren Forschungsbedarf auf.
Quelle
Spangenberg, Ulrike; Timpf, Siegfried (2026):
Entgeltgleichheit auf digitalen Arbeitsplattformen
HSI-Working Paper Nr. 24, 105 Seiten