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Foto: Cover der WSI-Mitteilungen WSI-Mitteilungen

Spieß, C. Katharina / Sulak, Harun : Verborgene Erwerbspotenziale. Wie groß sind sie – und wie lassen sie sich aktivieren?

Ausgabe 03/2026

DOI: 10.5771/0342-300X-2026-3-200

Seiten 200-208

Zusammenfassung

Vor dem Hintergrund des demografisch bedingten Rückgangs im Erwerbspersonenpotenzial befasst sich der Beitrag damit, welche Potenziale künftig besser genutzt werden können und in welchem Ausmaß sie den Rückgang mindern. Hierzu werden unterschiedliche Szenarien vorgestellt. Bei der Diskussion der unterschiedlichen Maßnahmen liegt ein Schwerpunkt auf dem Erwerbsvolumen von Frauen, insbesondere Müttern mit jungen Kindern. Dabei geht der Beitrag auf die Normen ein, welche die Bevölkerung im Hinblick auf eine Mütter- und Vätererwerbstätigkeit haben. Anschließend werden die spezifischen Herausforderungen von Müttern mit Kindern unterschiedlicher Altersgruppen erörtert. Der Beitrag zeigt, dass insbesondere ein hohes Potenzial darin besteht, Frauen mit Migrationshintergrund besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Auch werden die Ursachen für ein geringeres Erwerbsvolumen älterer Frauen analysiert. Darüber hinaus wird skizziert, welche Potenziale in einem höheren Erwerbsvolumen von Zugewanderten liegen. Auch wird eine Erhöhung des Erwerbsvolumens älterer Arbeitnehmer*innen diskutiert. Der Beitrag schließt mit Handlungsempfehlungen, wie die unterschiedlichen Potenziale aktiviert werden könnten.

Schlagworte: demografische Alterung, Teilzeit, Erwerbspotenziale, Erwerbsvolumen, Frauenerwerbstätigkeit, Erwerbstätigkeit Älterer, Fachkräftemigration

Abstract

Against the backdrop of the demographic-driven decline in the labour force potential, this article examines which potential could be better utilised in the future and to what extent they could mitigate this decline. Various scenarios are presented to this end. The discussion of the different measures focuses on the labour supply of women, especially mothers with young children. The article addresses societal norms regarding maternal and paternal employment. Subsequently, it discusses the specific challenges faced by mothers with children of different age groups. The findings indicate that a particularly high potential lies in better integrating women with a migration background into the labour market. In addition, the causes of lower labour supply of older women are analysed. Furthermore, the article outlines the potential of increasing the labour supply of immigrants. The possibility of raising the labour supply of older workers is also discussed. The article concludes with policy recommendations on how the potential could be activated.

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