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Foto: Cover der WSI-Mitteilungen WSI-Mitteilungen

Kuttler, Tobias / Feuerstein, Patrick / Hvid Kirchert, Freja : Der Fall Lieferando(s). Braucht es ein Direktanstellungsgebot in der Essenslieferbranche?

Ausgabe 05/2026

DOI: 10.5771/0342-300X-2026-5-447

Seiten 447-449

Zusammenfassung

Das Forschungsnetzwerk Fairwork hat dokumentiert, wie sich die Arbeitsbedingungen in der Essenslieferbranche durch den Einsatz von Subunternehmen stetig verschlechtert hat. Mittlerweile hat auch Lieferando auf ein hybrides Modell mit Direktanstellung und Auslagerung an Subunternehmen umgestellt und in diesem Zuge bundesweit bis zu 2000 Fahrer*innen entlassen. Die Bezahlung des Mindestlohns, Maßnahmen des Arbeitsschutzes sowie die Mitbestimmung können somit nicht mehr für alle Arbeiter*innen, die für Lieferando arbeiten, garantiert werden. Es benötigt daher ein gesetzliches Direktanstellungsgebot, um faire Arbeitsbedingungen in der Essenslieferbranche sicher zu stellen.

Schlagworte: Arbeitspolitik, Prekarität, Arbeitsrecht, Dienstleistungen, Lieferdienste

Abstract

The Fairwork research network has documented how working conditions in the food delivery sector have steadily deteriorated due to the use of subcontractors. Lieferando has now also switched to a hybrid model combining direct employment and outsourcing to subcontractors, and in the process has made up to 2,000 riders redundant across Germany. Consequently, the payment of the minimum wage, health and safety measures and employee participation can no longer be guaranteed for all those who are working on the Lieferando platform. This article argues that a statutory requirement for direct employment is needed to ensure fair working conditions in the food delivery sector.

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