Text DigiGap und symbolische Darstellung von Netzwerkverbindungen und Gap

Der Gender- und Generationen-Gap in Berufen mit digitalisierten (KI-)Tätigkeiten

Erhöhte Arbeitszeitanforderungen und (ungenutztes) Vereinbarkeitspotenzial von digitalen (KI-)Technologien?

Die Digitalisierung und der Einsatz von digitalen (KI-)Technologien, darunter auch digitale Kommunikationstechnologien, prägen zunehmend Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig führt der demografische Wandel zu Fach- und Arbeitskräfteengpässen und einer alternden Erwerbsbevölkerung. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, Arbeit zukunftsgerecht zu gestalten. Eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Lebenswelt spielt dabei eine zentrale Rolle. So schränkt eine erschwerte Vereinbarkeit von Beruf und Familie die Erwerbstätigkeit von Frauen eher ein. Arbeits(zeit)belastungen können zum Rückzug älterer Beschäftigter aus dem Erwerbsleben führen. (KI-)Technologien stellen dabei, wenn sie unterstützend wirken, eine Chance oder, wenn sie mit erhöhten Anforderungen einhergehen, ein Risiko für Vereinbarkeit dar.  

Im Verbundprojekt des WSI und der Universität Bielefeld soll untersucht werden, welche Geschlechter- und Generationenunterschiede in der Arbeitswelt im digitalen Zeitalter bestehen und welche Zusammenhänge mit Vereinbarkeitsbedarfen und Arbeitszeitanforderungen bestehen. Hierbei betrachten wir besonders die Rolle von orts- und zeitunabhängiger digitaler Kommunikation per Mail oder über Videokonferenzen und die Nutzung von künstlicher Intelligenz im Arbeitskontext, sowie die beruflichen und privaten Rahmenbedingungen, in die die Nutzung dieser digitalen Technologien eingebettet ist. Das Forschungsvorhaben orientiert sich dabei an diesen beiden zentralen Fragestellungen:

  • Welche Unterschiede in der Nutzung von digitalen (KI-)Technologien bestehen nach Geschlecht, Alter und Berufsstatus? Wo bestehen hier bereits Gaps?
  • Inwieweit beeinflussen digitale (KI-)Technologien die Vereinbarkeit von Berufs- und Lebenswelten?
  • Wie verändern digitale (KI-)Technologien das Verhältnis von Berufs- und Lebenswelt und damit alltägliche Lebensweisen, Partnerschaften und Familien?

Das Projekt ist eines der Lead-Projekte des Forschungsbereiches „Arbeitswelten“ des Forschungsvorhabens des Deutschen Instituts für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung – Sonderforschungszentrum (DIFIS-SOFO), das durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen der Hightech-Agenda gefördert wird.

Laufzeit: 01.06.2026 bis 31.05.2028

Informationen zum Projekt

Ansprechpartnerin im WSI

Name: Dr. Charlotte Schröder

Telefon: +49 211 7778 383

E-Mail Adresse: charlotte-schroeder[at]boeckler.de