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Kurzarbeit: Mehr Väter betreuen ihre Kinder

Ausgabe 06/2021

Kurzarbeit hat in der Coronakrise nicht nur Arbeitsplätze gerettet, sondern auch einen positiven sozialen Effekt: Väter in Kurzarbeit kümmern sich intensiver um ihre Kinder.

Zu diesem Ergebnis kommen die WSI-Forscher Toralf Pusch und Hartmut Seifert in einer Studie, für die sie die Daten der Erwerbspersonenbefragung der Hans-Böckler-Stiftung aus dem November 2020 ausgewertet haben. Knapp 30 Prozent der befragten Väter in Kurzarbeit gaben an, zu Hause überwiegend die Betreuung des Nachwuchses zu übernehmen. Vor Beginn der Pandemie taten das lediglich 7 Prozent. Bei den befragten Müttern in Kurzarbeit änderte sich wenig – wohl, weil sie meistens schon vorher den größeren Teil der Kinderbetreuung übernommen hatten. Trotzdem werde deutlich, dass Arbeitszeitverkürzungen die ungleiche Lastenverteilung bei der Kinderbetreuung verringern können, schlussfolgern die Wissenschaftler. Das alleine reiche aber noch nicht aus, um sie zu beseitigen. Zudem zeigt die Untersuchung auch, dass viele Kurzarbeitende sich Sorgen um ihre finanzielle Existenz machen – was das familiäre Klima belasten könnte.

Toralf Pusch, Hartmut Seifert: Kurzarbeit – Mehr als eine Beschäftigungsbrücke. WSI Policy Brief Nr. 53, März 2021

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