: Trends & Nachrichten
Was ohne Zuwanderung fehlen würde, wie sich die Tariflöhne entwickeln, wie viele Azubis Abitur haben und wie viele junge Menschen ohne Perspektive sind.
Tariflöhne legen real zu
Den bislang vorliegenden Abschlüssen zufolge steigen die Tariflöhne in diesem Jahr nominal um durchschnittlich 3,1 Prozent. Damit liegt der Zuwachs etwas höher als im Gesamtjahr 2025, als die Tariflöhne um 2,6 Prozent stiegen. Angesichts einer durchschnittlichen Erhöhung der Verbraucherpreise um 2,4 Prozent im ersten Halbjahr 2026 ergibt sich daraus real eine Lohnsteigerung von 0,7 Prozent, wie aus der Halbjahresbilanz des WSI-Tarifarchivs hervorgeht.
WSI, August 2026
Ohne Zuwanderung fehlen Arbeitskräfte
Sollte die Zuwanderung in den ostdeutschen Flächenländern ausbleiben, wird die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bis 2045 um mehr als ein Fünftel auf rund sechs Millionen Menschen schrumpfen. Das geht aus Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Bei einer ähnlichen Erwerbstätigenquote wie heute wäre in einem Szenario ohne Migration weit weniger als die Hälfte der Menschen in Ostdeutschland berufstätig. Die Versorgung der Bevölkerung wäre dann gefährdet.
IW, August 2026