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: Trends & Nachrichten

Ausgabe 05/2026

Wie die Reallöhne steigen, was das Gesundheitswesen zum Funktionieren braucht, was Menschen unter einem würdevollen Leben verstehen und wie sich die Ungleichheit im Bildungssystem fortsetzt.

Ungleichheit bleibt

Bildungskarrieren hängen weiterhin von der Herkunft ab. Darauf weisen Forschende der Technischen Universität Dortmund hin. Kinder mit mindestens einem hochqualifizierten Elternteil erhalten in fast 65 Prozent der Fälle eine Gymnasialempfehlung. Bei Kindern, deren Eltern einer einfachen Facharbeit nachgehen, raten Grundschullehrkräfte nur in knapp 23 Prozent der Fälle zum Gymnasium. Ein Unterschied bleibt selbst dann bestehen, wenn die Kinder die gleichen Noten nach Hause bringen. Wenn zwei Kinder aus unterschiedlichen Elternhäusern im Schnitt etwa beide auf eine 2 in Deutsch oder Mathematik kommen, wird das Akademikerkind häufiger fürs Gymnasium vorgeschlagen.

TU Dortmund, März 2026

Widersprüchliche Vorstellungen

Nur 61 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind der Meinung, dass ihr Einkommen für ein würdevolles Leben ausreicht. Das geht aus einer Befragung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor. Detaillierte Analysen zeigen: Die Mehrheit sieht sich selbst erst mit einem Nettoeinkommen ab 2000 Euro – für Alleinstehende, mit Familie müsste es mehr sein – zu einem anständigen Leben in der Lage. Gleichzeitig halten 40 Prozent der Menschen ohne Bürgergelderfahrung die deutlich niedrigeren Regelsätze der Grundsicherung für ausreichend, um würdevoll zu leben. Unter den Befragten mit Bürgergelderfahrung sind es nur drei Prozent.

DIW, März 2026

2025 sind die Nominallöhne in Deutschland um 4,2 Prozent.
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Von den in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzten sind 24 Prozent aus dem Ausland zugewandert.
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Destatis, Februar 2026

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