Forschungsprojekt: Szenarienprojekt "Südhessen 2040"

Szenarien für die künftigen Rahmenbedingungen des wirtschaftlichen Wandels in der Region

Projektziel

Wie kann eine bislang stark durch die Automobilindustrie und andere Wirtschaftszweige im Umbruch geprägte Region den Strukturwandel vorausschauend gestalten und neue Gravitationsfelder der Wertschöpfung entwickeln? Das Projekt „Südhessen 2040“ nutzt den Szenarien-Ansatz, um gemeinsam mit regionalen Akteuren unterschiedliche mögliche künftige Rahmenbedingungen und Entwicklungspfade zu erkunden.

Projektbeschreibung

Kontext

Südhessen steht vor einem tiefgreifenden Wandel seiner stark von der Automobil- und Zulieferindustrie geprägten Wirtschaftsstruktur. Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung, schwächere Absatzperspektiven in Europa, internationale Konkurrenz und geopolitische Spannungen erhöhen den Veränderungsdruck. Produktionsverlagerungen und Personalabbau bedrohen industrielle Wertschöpfung und Beschäftigung. Zugleich verfügt die Region über erhebliche Zukunftspotenziale: eine hohe Dichte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Kompetenzen in Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung sowie wachsende Technologie- und Start-up-Ökosysteme. Mit einem regionalen Transformationsnetzwerk sollen diese Potenziale stärker miteinander verbunden werden. Das Szenarien-Projekt „Südhessen 2040“ unterstützt dessen Startphase mit einem Austausch über mögliche Zukünfte der Region.

Fragestellung

Welche Rahmenbedingungen und möglichen Entwicklungspfade könnten den wirtschaftlichen Strukturwandel in Südhessen bis 2040 maßgeblich prägen? Welche Einflussvariablen sind für die künftige Entwicklung besonders relevant und zugleich noch sehr ungewiss? Welche grundlegenden alternativen Szenarien ergeben sich daraus und welche Herausforderungen und Chancen wären für Unternehmen, Beschäftigung und Wertschöpfung in der Region jeweils damit verbunden?

Untersuchungsmethoden

Das Projekt nutzt einen kompakten, beteiligungsorientierten Szenarienprozess mit dem Zeithorizont 2040. Den Ausgangspunkt bildet eine qualitative Onlinebefragung von 30-40 Akteuren des geplanten Transformationsnetzwerks, die aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Zukunft der Region blicken. Dabei geht es nicht um Repräsentativität, sondern darum, verschiedene Wahrnehmungen, Erwartungen und Zukunftsannahmen zusammenzuführen. Auf dieser Grundlage werden in einem Workshop zentrale Einflussfaktoren und besonders relevante Ungewissheiten identifiziert und zu drei bis fünf alternativen Szenarien verdichtet. Diese beschreiben unterschiedliche mögliche Rahmenbedingungen und Entwicklungsdynamiken für die kommenden 10 – 15 Jahre – zur Orientierung, als Anregung und als Kommunikationsmedium für den Auftakt der Arbeit des Transformationsnetzwerks.

Projektleitung und -bearbeitung

Projektleitung

Sascha Meinert
Institut für prospektive Analysen (IPA)

Bearbeitung

Sascha Meinert
Institut für prospektive Analysen (IPA)

Kooperationspartner

Dr. Thomas Kehrbaum
IG Metall IG Metall Geschäftsstelle Darmstadt
2. Bevollmächtigter/Geschäftsführer

Kontakt

Dr. Manuela Maschke
Hans-Böckler-Stiftung
Forschungsförderung