Berufliche Weiterbildung in Volkshochschulen

Forschungsschwerpunkt: Bildung in der Arbeitswelt

Status: laufend

Projektende: 31.03.2020

Projektnummer: 2017-198-5

Projekttitel: Berufliche Weiterbildung in Volkshochschulen

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Projektziel:

Lebenslanges Lernen ist zentral für die Entwicklung der Persönlichkeit und die Behauptung von Selbstständigkeit und Selbstbestimmung, für ökonomische Innovation und Beschäftigungsfähigkeit, für soziale Integration, politische sowie kulturelle Teilhabe und Gesellschaftsgestaltung Erwachsenenbildung/Weiterbildung (EB/WB) gestaltet hier diversifizierte Zugänge für heterogene Zielgruppen. Vor diesem Hintergrund stößt das Projekt für den Bereich der öffentlich geförderten individuellen beruflichen EB/WB die anstehende Bestandsaufnahme und Analyse des Wandels der Programmgestaltung an. In einem triangulativen Design werden mit Blick auf die Spezifik der Institution Volkshochschule (VHS) im Rahmen von Fallstudien folgende Aspekte erforscht: A) Struktur des Programmsegments Berufliche Weiterbildung an VHS; B) Besonderheiten in den Regionen der untersuchten VHS; C) Berufliche Weiterbildung an VHS aus Sicht von Adressat/inn/en und Teilnehmenden.

 

Projektbeschreibung:

1. Kontext

In Programmen individueller beruflicher WB spiegeln sich vielfältige fachspezifische Anforderungen und (berufsrelevante) persönlichkeitsbezogene Kompetenzen. Wird nicht über berufliche WB individuell angeschlossen, erhöht sich soziale Ungleichheit, und es nimmt die Einordnungsmöglichkeit von gesellschaftspolitischen Veränderungen ab. Daraus resultiert die Anforderung, sich differenziert mit Programmstrukturen individueller beruflicher WB zu beschäftigen. Die VHS sind die größte Institution, die allgemeine (inkl. polit. und kult.) und berufliche EB/WB für alle anbietet. Ihre Weiterbildungsprogramme sind ein gesellschaftliches Angebot für lebenslanges Lernen. Das Programm ist Ergebnis professionell-pädagogischen Planungshandelns und zugleich zeitgeschichtlich materialisierter Ausdruck gesellschaftlicher Auslegung der unterschiedlichen Interessen an EB/WB sowie Schnittstelle zur mikrodidaktischen Lehr-Lern-Ebene.


2. Fragestellung

A) Struktur des Programmsegments Berufliche Weiterbildung: Wie gestaltet und entwickelt sich berufliche WB in VHS-Programmen? Wie lässt sich diese Struktur im Kontext der Diskussion zur beruflichen WB einordnen? Welchen Stellenwert hat das Programm als Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse und bildungskonzeptioneller Schwerpunktsetzungen in VHS? B) Besonderheiten in den Regionen: Kann von einer VHS-spezifischen Angebotsstruktur ausgegangen werden? Gibt es regionale Besonderheiten? Werden Angebote in vernetzten oder kooperativen Verbünden umgesetzt? C) Sicht der Adressat/inn/en und Teilnehmenden: Wie nehmen Adressat/inn/en die Struktur der beruflichen WB an VHS wahr und welchen (auch langfristigen) Nutzen erwarten sie? Welches regionale Profil beruflicher WB hat die VHS aus ihrer Sicht im Vergleich zu anderen Anbietern? Wie sieht die Teilnehmendenstruktur für unterschiedliche Angebotstypen aus?


3. Untersuchungsmethoden

Das Basisdesign der Untersuchung beruht auf Fallstudien in vier VHS (NRW, Berlin und durch kontrastives Sampling erweitert um zwei weitere Regionen). Jede Fallstudie umfasst Programmanalysen an zwei Messzeitpunkten sowie ein vergleichendes Hinzuziehen der VHS-Statistik, Expert/inn/eninterviews, Gruppendiskussionen und Teilnehmendenbefragungen. Die Auswertung erfolgt in Anlehnung an die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring (1995). Auswertungsstrategien: I) Theorieentwickelnde und die Profile und regionalen Besonderheiten aufgreifende Typenbildung (Kluge 1999), mit dem Ziel, Bedingungen und Konstellationen beruflicher Weiterbildungsangebote und der Teilnahme daran aufzuzeigen (Einzelfallanalysen und eine fallübergreifende, vergleichende Analyse, Miles und Huberman 1994). II) Ein hypothesengenerierendes Vorgehen zu der Frage, wie die Struktur des Programmsegments berufliche WB an VHS ausgerichtet und inhaltlich verortet sowie auf Nachfrage bezogen ist.


 

Projektleitung und Bearbeiter/in:

Projektleitung:

Dr. Marion Fleige
Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE)
Programme und Beteiligung
E-Mail: fleige(at)die-bonn.de

Prof. Dr. Aiga von Hippel
Humboldt-Universität zu Berlin Philosophische Fakultät IV
Inst. für Erziehungswissenschaften
E-Mail: aiga.von.hippel(at)hu-berlin.de

Prof. Dr. Wiltrud Gieseke
Humboldt-Universität zu Berlin Philosophische Fakultät IV
Inst. f. Erziehungswiss. Abt. Erwachsenenbildung
E-Mail: wiltrud.gieseke(at)cms.hu-berlin.de

Dr. Maria Stimm
Humboldt-Universität zu Berlin Inst. für Erziehungswissenschaften
Erwachsenenbildung/ Weiterbildung
E-Mail: maria.stimm(at)hu-berlin.de


Bearbeiter/in:

Dr. Bettina Thöne-Geyer
Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE)
E-Mail: Thoene-Geyer(at)die-bonn.de

Stephanie Iffert
Humboldt-Universität zu Berlin Inst. für Erziehungswissenschaften
Erwachsenenbildung/ Weiterbildung
E-Mail: stephanie.iffert.1(at)hu-berlin.de

 

Kontakt:

Dr. Michaela Kuhnhenne
Hans-Böckler-Stiftung
Forschungsförderung
E-Mail: michaela-kuhnhenne(at)boeckler.de

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