: Tiefer Frust

Was treibt Menschen, Rechtspopulisten ihre Stimme zu geben? Meist sind es keine materiellen Sorgen. Es geht um einen Kulturkampf, um die Rolle von Begriffen wie Nation, Volk oder Solidarität. Von Kay Meiners

: Einfache Antworten

Auch in der Coronapandemie klammern sich manche Menschen an krude Theorien. Das zeigen die Ergebnisse einer Erwerbspersonenbefragung der Hans-Böckler-Stiftung. Die Nähe solcher Aussagen zu rechtspopulistischen und rechtsextremen Einstellungen macht sie gefährlich. Von Andreas Hövermann, Soziologe an der der Hans-Böckler-Stiftung

: Rechts sein heißt, für den Verbrenner sein

Bei Daimler in Untertürkheim sitzt seit 2010 eine rechte Liste im Betriebsrat, das „Zentrum Automobil“. Ihre Taktik: Sie geriert sich als Anwältin des Verbrennermotors – garniert mit völkischen Gedanken. Den Beschäftigten hat sie nichts zu bieten. Von Fabienne Melzer

: Schutz gegen radikale Gedanken

Führt gelebte Teilhabe im Betrieb zu weniger Demokratiefeindlichkeit und Ausgrenzung? Ein Leipziger Soziologenteam fand eindeutige Antworten. Das Gespräch führte Andreas Molitor

: Die Kunst des Widerstands

Im Münchener Haus der Kunst wehrte sich der Betriebsrat erfolgreich gegen die Auslagerung von vier Dutzend Kollegen an der Kasse und in der Aufsicht der Ausstellungssäle. Von Stefan Scheytt

: Papierlos arbeiten in der Pflege

Je besser Pflegekräfte bei der Einführung neuer Technik beteiligt werden, desto schneller und besser beherrschen sie diese. Zwei Beispiele aus der Praxis zeigen mögliche Wege. Von Eckhard Geitz

: Wir bestimmen mit

Sabrina Emrich ist Aufsichtsrätin bei Novartis in Nürnberg. Von Fabienne Melzer

: Bei Arbeit 4.0 am Ball bleiben

Das Institut für Mitbestimmung und Unternehmensführung der Hans-Böckler-Stiftung (I.M.U.) wertet regelmäßig Betriebs- und Dienstvereinbarungen aus und zeigt anhand von Beispielen, worauf es ankommt. Mit der Reihe „Praxistipp“ stellen wir in jeder Ausgabe anhand eines konkreten Problems eine Auswertung vor.

: „Machen, wo es geht“

In der Debatte ums Homeoffice wirbeln die Argumente wild durcheinander. Mal geht es um den Gesundheitsschutz, mal um Vereinbarkeit. Ein Spagat für Politiker und Betriebsräte. Denn beim exzessiven Einsatz von Homeoffice drohen neue Ungleichgewichte. Von Jennifer Garic und Kay Meiners

: Plädoyer für nachhaltige Erholung

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) wirbt in seinem Wirtschaftsausblick für massive Investitionen – auch nach der Pandemie. Von Andreas Schulte

: „Die Vertrauenskultur wurde schwer beschädigt“

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE, fordert mehr Mitsprache. Er befürchtet, dass die Kultur der vertrauensvollen Zusammenarbeit sonst still verschwindet. Das Gespräch führten Kay Meiners und Fabienne Melzer.

: Alle warten

Eine neue EU-Behörde soll dafür sorgen, dass Arbeitsmigranten in prekären Jobs besser geschützt werden. Bisher existiert die Europäische Arbeitsagentur (ELA) überwiegend auf dem Papier. Von Eric Bonse

: "Neuland für das ganze Team"

Als erstes Studienförderwerk im deutschsprachigen Raum kooperiert die Hans-Böckler-Stiftung mit der Internationalen Schule für Holocaust-Studien (ISHS) in Jerusalem. Von Kay Meiners

: Der Risikoforscher

Peter Hocke-Bergler wägt Risiken technischen Fortschritts ab. Wichtig ist ihm, Kritiker ernst zu nehmen. Denn in jeder Kritik steckt ein Quäntchen Wahrheit. Von Fabienne Melzer

: Der Gesetzgeber hat vermutlich in Teilen gegen EU-Recht verstoßen

Daniel Hlava, Wissenschaftlicher Referent für Sozialrecht und Europäisches Arbeitsrecht am Hugo Sinzheimer Institut der Hans-Böckler-Stiftung, über Arbeitnehmerentsendung nach neuem EU-Recht.

: Die Spur der Züge

Stephen Michael Reich hat mit "Different Trains" ein tief persönliches, aber zugleich unglaublich politisches Werk geschaffen. Von Martin Kaluza