IMK Konjunkturampel

Rezessionswahrscheinlichkeit weiter auf hohem Niveau

Die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland in den nächsten drei Monaten eine Rezession erlebt, ist im Oktober 2019 nur wenig gesunken. Mit einem Wert von 56,5 % ist die Rezessionsgefahr aktuell ähnlich hoch wie im Vormonat (59,4 %).

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Wie entstehen die Phasen der Konjunkturampel?

Der Konjunkturindikator (KI) ermittelt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Deutschland innerhalb der nächsten drei Monate eine Rezession (Ampelphase rot) oder einen Boom (Ampelphase grün) erlebt. Da der KI als Frühwarnsystem fungieren soll, basiert eine prognostizierte Rezession (Boom) auf einem nennenswerten Rückgang (Zunahme) der Industrieproduktion. Diese ist deutlich volatiler als das BIP und auf Monatsbasis verfügbar. Das Spektrum möglicher Ab- und Aufschwünge reicht von einem kurzen tiefen Einbruch (einer starken Zunahme) bis zu einer länger anhaltenden, aber schwächeren Veränderung der Produktion.

Neben Rezessions- und Boomphasen kennt der KI ein drittes Regime, welches je nach Konstellation der Resultate für ein durchschnittliches Wachstum der ökonomischen Aktivität (Ampelphase grün-gelb) oder für erhöhte konjunkturelle Unsicherheit (Ampelphase gelb-rot) steht.

Ermittelt werden die Wahrscheinlichkeiten auf der Basis von Frühindikatorkonstellationen, die in der Vergangenheit eine Rezession (Boom) zur Folge hatten. Hierfür werden sowohl Finanzmarktdaten als auch realwirtschaftliche Daten wie auch Stimmungsindikatoren herangezogen. Beispiele für die verschiedenen Kategorien sind diverse Zinsspreads, Auftragseingänge des Verarbeitenden Gewerbes und der ifo Geschäftsklimaindex. Dabei überprüft der KI die Aussagekraft der einzelnen Daten ständig aufs Neue (in Echtzeit) und filtert die für die aktuelle Lage relevanten Indikatoren heraus, anhand derer die Rezessions- und Boomwahrscheinlichkeit prognostiziert werden.

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Predicting Recessions with a Composite Real-Time Dynamic Probit Model

Proaño, C. and Theobald, T. (2014): International Journal of Forecasting 30(4), 898-917.

This paper proposes a composite indicator for real-time recession forecasting based on alternative dynamic probit models. The procedure described in the paper does not only feature good in-sample forecast statistics, but also good out-of-sample performance, as a real-time evaluation exercise for Germany and the US shows. mehr ...



IMK Konjunkturampel schaltet auf Rot

Die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland in den nächsten drei Monaten eine Rezession erlebt, ist im September auf 59,4 % gestiegen. Das ist der höchste Prognosewert seit 2012. Damals durchlief die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2012/13 während der Hochphase der Euro-Krise eine technische Rezession mit rückläufigem BIP.
IMK Konjunkturampel vom 12.09.2019.


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Rezession wird wahrscheinlicher

Die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland in den nächsten drei Monaten eine Rezession erlebt, hat sich weiter erhöht. Sie stieg von 36,6 % im Juli 2019 auf aktuell 43 %. Der Anstieg ist vor allem auf ein Zusammenspiel schlechterer Produktionszahlen für das Verarbeitende Gewerbe und einer weiteren Eintrübung der Stimmungsindikatoren zurückzuführen.
IMK Konjunkturampel vom 14.08.2019.

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Rezessionsgefahr nimmt nochmals leicht zu

Der jüngste Anstieg der Rezessionswahrscheinlichkeit fällt aber nicht so heftig aus, dass die konjunkturelle Flaute zwangsläufig in eine Rezession mündet.
IMK Konjunkturampel vom 17.07.2019.


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Rezessionsrisiko für deutsche Wirtschaft steigt leicht an

Die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland in eine Rezession gerät, hat sich zum Datenstand Anfang Juni leicht erhöht. Der hohe Unsicherheitsbereich, dem die Vorhersage derzeit unterliegt, spiegelt die außenwirtschaftlichen Risiken wider.
IMK Konjunkturampel vom 17.06.2019.


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Rezessionsrisiko für deutsche Wirtschaft nimmt ab

Der Rückgang der Rezessionswahrscheinlichkeit am aktuellen Rand beruht maßgeblich auf einer Verbesserung der Industrieproduktion. Zudem sinkt der IMK-Finanzmarktstressindikator, der einen breiten Kranz von Finanzmarktindikatoren zu einem einzigen Maß bündelt.
IMK Konjunkturampel vom 15.05.2019.

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Ohnehin erhöhte Rezessionsgefahr nimmt erneut leicht zu

Im April wird die Rezessionsgefahr für Deutschland von realwirtschaftlichen Faktoren getrieben. Geringe Anspannung auf dem Finanzmarkt wirkt stärkerer Zunahme der Rezessionswahrscheinlichkeit entgegen.
IMK Konjunkturampel vom 16.04.2019.

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Konjunkturelle Unsicherheit bleibt hoch

Aufgrund der ungünstigen außenwirtschaftlichen Entwicklungen expandiert die gesamtwirtschaftliche Produktion zwar nunmehr spürbar langsamer. Die aktuelle Datenlage deutet aber nicht akut auf eine Rezession hin.
IMK Konjunkturampel vom 14.03.2019.


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Rezessionswahrscheinlichkeit wechselt auf (Ampelphase) Gelb-Rot

Aufgrund der ungünstigen außenwirtschaftlichen Entwicklungen expandiert die gesamtwirtschaftliche Produktion zwar nunmehr spürbar langsamer. Die aktuelle Datenlage deutet aber nicht akut auf eine Rezession hin.
IMK Konjunkturampel vom 18.02.2019.

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Rezessionswahrscheinlichkeit steigt weiter, aber nur wenig

Die realwirtschaftlichen Indikatoren verhindern einen stärkeren Anstieg der Rezessionswahrscheinlichkeit. Die Finanzmarktindikatoren weisen hingegen eine getrübte Stimmung aus.
IMK Konjunkturampel vom 15.01.2019.

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