Zeit

Wochenarbeitszeiten und Erwerbstätigenquoten 1991–2017

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Innerhalb des Beobachtungszeitraums von 1991 bis 2017 sind die durchschnittlich geleisteten Arbeitszeiten in Deutschland sowohl bei den erwerbstätigen Frauen als auch bei den Männern deutlich zurückgegangen:

  • Bei den Männern hat die durchschnittliche Arbeitszeit von 1991 bis 2017 um 2,3 Stunden abgenommen. Dies entspricht einer Verkürzung um 6 Prozent. 1991 arbeiteten Männer im Durchschnitt 41,2 Stunden pro Woche, 2017 sind es 38,9 Stunden.
  • Bei den Frauen hat sich die durchschnittliche Arbeitszeit im gleichen Zeitraum sogar um 3,9 Stunden verkürzt. Dies entspricht einem Rückgang um 11 Prozent. Im Jahr 1991 arbeiteten die erwerbstätigen Frauen im Durchschnitt 34,4 Stunden, bis 2005 sank dieser Wert auf 30,3 Stunden und verblieb seither weitgehend konstant auf diesem Niveau (2017: 30,5 Wochenstunden).

Die durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeiten von erwerbstätigen Frauen und Männern weichen in Deutschland im Jahr 2017 deutlich voneinander ab: Der Gender Time Gap beträgt aktuell 8,4 Stunden. Infolge des unterschiedlich starken Rückgangs der durchschnittlichen Arbeitszeiten bei Männern und Frauen hat sich der Gender Time Gap zunächst im Zeitraum 1991 bis 2005 deutlich vergrößert: von 6,8 Stunden (1991) auf 9,9 Stunden (2005). In den Folgejahren hat sich die geschlechtsbezogene Lücke der durchschnittlichen Arbeitszeiten jedoch – bis hin zum Jahr 2016 – wieder etwas verringert (2016: 8,0 Stunden). Im Jahr 2017 (8,4 Stunden) ist der Gender Time Gap zum ersten Mal seit 2005 (im Vergleich zum Vorjahr) wieder leicht angestiegen.

Diese Entwicklung vollzog sich in West- und Ostdeutschland auf ähnliche Weise, jedoch auf unterschiedlichem Niveau:

  • In Westdeutschland hat sich der Gender Time Gap von 7,9 Stunden im Jahr 1991 auf 11,0 Stunden im Jahr 2005 vergrößert und ging anschließend bis 2017 auf 9,3 Stunden zurück. Aktuell ist der Gender Time Gap in Westdeutschland immer noch um 18 Prozent größer als im Jahr 1991.
  • Auch in Ostdeutschland ist der Gender Time Gap zwischen 1991 (3,1 Stunden) und 2005 (5,5 Stunden) stark angestiegen, fiel aber in den letzten Jahren deutlich geringer aus (2017: 4,5 Stunden). Trotz einer deutlichen Zunahme über den gesamten Beobachtungszeitraum hinweg ist der Gender Time Gap in Ostdeutschland im Jahr 2017 etwa halb so groß wie in Westdeutschland.
  • Bei erwerbstätigen Frauen in Ostdeutschland hat die durchschnittliche Arbeitszeit zwischen 1991 und 2017 am stärksten abgenommen. Dennoch arbeiten ostdeutsche Frauen auch im Jahr 2017 mit 33,6 Stunden durchschnittlich immer noch deutlich länger als westdeutsche Frauen (29,7 Stunden).

Frauen und Männer unterscheiden sich nicht nur bei der durchschnittlichen Arbeitszeitdauer, sondern in noch viel stärkerem Maße bei der Verteilung auf verschiedene Arbeitszeitgruppen: Hier zeigt sich, dass die Verteilung der Arbeitszeiten der Frauen 1 sehr viel heterogener ist als jene der Männer. 2

  • Analysen im Zeitvergleich belegen, dass das Absinken der durchschnittlichen Arbeitszeit von Frauen vor allem in der starken Zunahme der Teilzeitarbeit begründet ist. Seit Mitte der 1990er Jahre sind zwar immer mehr Frauen in Deutschland erwerbstätig – die Erwerbstätigenquote der Frauen ist in diesem Zeitraum um mehr als 10 Prozentpunkte angestiegen 3 –, dieser Anstieg erfolgte jedoch größtenteils in Form von Teilzeitarbeit. 4
  • Bei den Männern hat nicht nur der Anteil der Teilzeitbeschäftigten zugenommen, sondern auch der Anteil der Vollzeitbeschäftigten mit langen und sehr langen Arbeitszeiten. 5 Folglich fällt auch der Rückgang der durchschnittlichen Arbeitszeiten bei Männern zwischen 1991 und 2017 insgesamt etwas geringer aus als bei Frauen.

Obwohl die Nachteile längerer Teilzeitphasen für den weiteren Erwerbs- und Lebensverlauf von Frauen gut belegt sind, wird der Gender Time Gap als gleichstellungspolitisches Problem erst seit wenigen Jahren verstärkt thematisiert. Das ist einigermaßen überraschend, denn Arbeitszeiten sind „entscheidend für die Möglichkeit, die eigene Existenz zu sichern sowie bei Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter ausreichende Ansprüche auf Leistungen der sozialen Sicherungssysteme zu haben. Daher sind Arbeitszeiten bedeutsam für die Gleichstellung der Geschlechter.“ 6

 

 

Bearbeitung: Dietmar Hobler, Svenja Pfahl, Julia Spitznagel

 

 

Literatur

Absenger, Nadine / Ahlers, Elke / Bispinck, Reinhard / Kleinknecht, Alfred / Klenner, Christina / Lott, Yvonne / Pusch, Toralf / Seifert, Hartmut (2014): Arbeitszeiten in Deutschland. Entwicklungstendenzen und Herausforderungen für eine moderne Arbeitszeitpolitik, WSI Report Nr. 19. https://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_report_19_2014.pdf, letzter Zugriff: 13.05.2019.

Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Spitznagel, Julia (2019): Erwerbstätigenquoten und Erwerbsquoten 1991–2017. In: WSI GenderDatenPortal.

Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2018 a): Abhängig beschäftigte Frauen nach Arbeitszeitgruppen 1991–2016. In: WSI GenderDatenPortal.

Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2018 b): Abhängig beschäftigte Männer nach Arbeitszeitgruppen 1991–2016. In: WSI GenderDatenPortal.

Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2018 c): Teilzeitquoten der abhängig Beschäftigten 1991- 2016. In: WSI GenderDatenPortal.

Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Rauschnick, Laura (2016): Arbeitszeit. Quantitative Ergebnisse für Deutschland. Expertise für die Kommission „Zukunft der Arbeit“, https://www.boeckler.de/pdf/adz_expertise_hobler_pfahl_arbeitszeit_quanti.pdf, letzter Zugriff: 13.05.2019.

Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Weeber, Sonja (2016): Wochenarbeitszeiten von 41 und mehr Stunden 1991- 2014. In: WSI GenderDatenPortal.

Statistisches Bundesamt (2018): Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung. Ergebnisse des Mikrozensus zum Arbeitsmarkt 2017, Fachserie 1 Reihe 4.1, https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Erwerbstaetigkeit/Publikationen/Downloads-Erwerbstaetigkeit/erwerbsbeteiligung-bevoelkung-2010410177004.pdf?__blob=publicationFile&v=4, letzter Zugriff 13.05.2019.

Statistisches Bundesamt (2012): Methodeninformation. Mikrozensus und Arbeitskräfteerhebung: Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit ab dem Jahr 2011, https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/DEHeft_derivate_00031125/MethodenArbeitskraefterhebung.pdf, letzter Zugriff: 13.05.2019.

 


(1) Vgl. Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2018 a): Abhängig beschäftigte Frauen nach Arbeitszeitgruppen 1991–2016. In: WSI GenderDatenPortal.

(2) Vgl. Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2018 b): Abhängig beschäftigte Männer nach Arbeitszeitgruppen 1991–2016. In: WSI GenderDatenPortal.

(3) Vgl. Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Spitznagel, Julia (2019): Erwerbstätigenquoten und Erwerbsquoten 1991–2017. In: WSI GenderDatenPortal.

(4) Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2018 c): Teilzeitquoten der abhängig Beschäftigten 1991-2016. In: WSI GenderDatenPortal. Siehe dazu auch: Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Rauschnick, Laura (2016): Arbeitszeit. Quantitative Ergebnisse für Deutschland. Expertise für die Kommission „Zukunft der Arbeit“, S. 33 ff.

(5) Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Weeber, Sonja (2016): Wochenarbeitszeiten von 41 und mehr Stunden 1991- 2014. In: WSI GenderDatenPortal.

(6) Absenger, Nadine / Ahlers, Elke / Bispinck, Reinhard / Kleinknecht, Alfred / Klenner, Christina / Lott, Yvonne / Pusch, Toralf / Seifert, Hartmut (2014): Arbeitszeiten in Deutschland. Entwicklungstendenzen und Herausforderungen für eine moderne Arbeitszeitpolitik, WSI Report Nr. 19, S. 45.

Datentabellen zu den Grafiken

 

 


 

 


 

 

 

Methodische Anmerkungen

Grundlage der Berechnungen sind die Daten des Mikrozensus. Der Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes ist eine laufende, amtliche Repräsentativstatistik über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt in Deutschland. Die Mikrozensuserhebung wird auf der Basis einer 1-Prozent- Haushaltsstichprobe jährlich durchgeführt. Der Mikrozensus stellt u. a. Daten zur Bevölkerungsentwicklung, zu Haushalten und Familien, zur Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit sowie zu Beruf, Ausbildung und Arbeitsbedingungen der Erwerbstätigen zur Verfügung. Die Grundgesamtheit ist die Wohnbevölkerung in Deutschland, damit werden Personen ohne festen Wohnsitz nicht berücksichtigt. Ausgewählte Ergebnisse des Mikrozensus werden regelmäßig in den Fachserien des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht. Auch die hier vorliegenden Ergebnisse basieren auf Daten, die jährlich in einer Fachserie veröffentlicht werden (Fachserie 1 Reihe 4.1 „Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung“. Bis zum Berichtsjahr 2015 wurden die Ergebnisse in der Fachserie 1 Reihe 4.1.1 „Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland“ veröffentlicht).10

Bis einschließlich zur Erhebung 2004 bezogen sich die Angaben des Mikrozensus auf eine feste Berichtswoche für alle Befragten, die zumeist im April des Jahres lag. 2005 wurde der Erhebungsrhythmus auf das Prinzip der Unterjährigkeit umgestellt. Seither werden die Daten kontinuierlich und gleichmäßig über alle Kalenderwochen des Jahres verteilt erhoben. Damit liegen für die Erhebungsjahre ab 2005 echte Jahresdurchschnittswerte vor.11 Die kontinuierlich über das gesamte Kalenderjahr verteilte Erhebung kann zu einer stärkeren Erfassung der temporären Beschäftigungsverhältnisse, insbesondere saisonaler Beschäftigungen, führen. Dies kann zu einer höheren Zahl der Erwerbstätigen, und damit auch zu höheren Erwerbstätigenquoten und Erwerbsquoten bei Männern und Frauen in Deutschland führen.

Die zugrundeliegende normalerweise geleistete Arbeitszeit zielt eher auf durchschnittliche Werte ab und unterliegt daher nicht so starken Schwankungen wie die ebenfalls erfasste tatsächliche Arbeitszeit, mit welcher nur die Arbeitsstunden der vorangegangenen Woche erfasst werden. Die seit 2005 praktizierte unterjährige Erhebung erfasst verstärkt solche Tätigkeiten, die deutliche Jahresschwankungen aufweisen (z. B. saisonale Beschäftigungen). Dies kann auch die normalerweise geleistete Arbeitszeit beeinflussen, weil dadurch saisonale Beschäftigungen mit sehr kurzen, aber auch mit sehr langen Arbeitszeiten stärker berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse ab 2011 sind nur eingeschränkt vergleichbar mit den Ergebnissen aus den Jahren davor. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Ergebnisse des Mikrozensus ab dem Jahr 2011 auf einen neuen Hochrechnungsrahmen umgestellt wurden. „Grundlage hierfür sind die aktuellen Eckzahlen der laufenden Bevölkerungsfortschreibung, die auf den Daten des Zensus 2011 (Stichtag 09.05.2011) basieren.“12

Eine Veränderung durch diese Umstellung zeigt sich „in erster Linie in einem Niveaueffekt, der zu einem Zeitreihenbruch bei den absoluten Werten führt. Auf die Berechnungen von Quoten hat die Umstellung dagegen nur einen geringen Einfluss.“ 13

Zudem wird ab 2011 den Fragen zur Erwerbstätigkeit eine neue Filterfrage zum sogenannten Hauptstatus vorgeschaltet. Personen mit geringfügiger Beschäftigung werden dadurch nun besser erfasst als zuvor. 14

Mit dem Berichtsjahr 2016 wurde schließlich die Datenbasis auf eine neue Grundlage umgestellt. Seit diesem Jahr basiert die Stichprobe des Mikrozensus auf den Ergebnissen des Zensus 2011.15

Seit dem Berichtsjahr 2017 dient nur noch die Bevölkerung am Hauptwohnsitz in Privathaushalten als Bezugsgröße, denn für Personen in Gemeinschaftsunterkünften liegen infolge einer Neuregelung des Mikrozensusgesetzes nur noch eingeschränkte Daten vor.16

Auch wenn die zeitliche Vergleichbarkeit infolge der geänderten Methodik stark eingeschränkt ist, so ändert dies nichts an den langfristigen Trends zu höheren Erwerbstätigenquoten und kürzeren durchschnittlichen Wochenarbeitszeiten von Frauen und Männern in Deutschland.

 


(10) Vgl. Statistisches Bundesamt (2017): Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung. Ergebnisse des Mikrozensus zum Arbeitsmarkt 2016, Fachserie 1 Reihe 4.1. sowie Statistisches Bundesamt (2016): Mikrozensus. Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland, Fachserie 1 Reihe 4.1.1.

(11) Vgl. Statistisches Bundesamt (2018): Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung. Ergebnisse des Mikrozensus zum Arbeitsmarkt 2017, Fachserie 1 Reihe 4.1, S. 4.

(12) Statistisches Bundesamt (2015): Mikrozensus. Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland 2014. Fachserie 1 Reihe 4.1.1., S. 6.

(13) Statistisches Bundesamt (2018): Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung. Ergebnisse des Mikrozensus zum Arbeitsmarkt 2017, Fachserie 1 Reihe 4.1, S. 4.

(14) Vgl. Statistisches Bundesamt (2012): Methodeninformation. Mikrozensus und Arbeitskräfteerhebung: Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit ab dem Jahr 2011.

(15) Vgl. Statistisches Bundesamt (2018): Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung. Ergebnisse des Mikrozensus zum Arbeitsmarkt 2017, Fachserie 1 Reihe 4.1, S. 4.

(16) a. a. O.

Arbeitszeit (normalerweise geleistete Arbeitszeit)
„Im Mikrozensus wird die normalerweise geleistete Arbeitszeit je Woche und die tatsächlich geleistete Arbeitszeit in der Berichtswoche erhoben. Bei der normalerweise geleisteten Arbeitszeit je Woche werden gelegentliche oder einmalige Abweichungen nicht berücksichtigt (z. B. Urlaub, Krankheit, gelegentlich geleistete Überstunden). Die ,normale‘ Arbeitszeit kann von der tariflich vereinbarten Arbeitszeit abweichen, wenn regelmäßig wöchentlich Überstunden geleistet werden. (...) Die (...) dargestellten Ergebnisse beziehen sich nur auf normalerweise (...) geleistete Arbeitszeiten aus der einzigen bzw. Haupterwerbstätigkeit.“ 7 Die durchschnittliche normalerweise geleistete Arbeitszeit der abhängig Beschäftigten wird gebildet, indem die Summe der Arbeitszeiten aller abhängig Beschäftigten durch die Summe aller abhängig Beschäftigten dividiert wird.

Erwerbstätigenquote
Prozentualer Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung. In vielen Fällen erfolgt der Ausweis von Erwerbstätigenquoten ausschließlich für Personen im erwerbsfähigen Alter von 15 bis unter 65 Jahren.“ 8

Erwerbstätige
„Erwerbstätige sind alle Personen im Alter von 15 und mehr Jahren, die im Berichtszeitraum mindestens eine Stunde gegen Entgelt irgendeiner beruflichen Tätigkeit nachgehen bzw. in einem Arbeitsverhältnis stehen (Arbeitnehmer/innen einschl. Soldatinnen und Soldaten), selbstständig ein Gewerbe oder eine Landwirtschaft betreiben, einen freien Beruf ausüben oder als mithelfende Familienangehörige im Betrieb eines Familienmitglieds mitarbeiten, ohne dafür Lohn und Gehalt zu beziehen. Daneben gelten auch Personen als erwerbstätig, die vorübergehend nicht arbeiten, sofern sie formell mit ihrem Arbeitsplatz verbunden sind (z.B. wegen Urlaub, Krankheit usw.). Die Bedeutung des Ertrages der Tätigkeit für den Lebensunterhalt und ob es sich um eine regelmäßige oder nur gelegentlich ausgeübte Tätigkeit handelt, ist hierbei nicht relevant.“ 9

 


(7) Statistisches Bundesamt (2018): Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung. Ergebnisse des Mikrozensus zum Arbeitsmarkt 2017, Fachserie 1 Reihe 4.1, S. 7.

(8) Statistisches Bundesamt (2018): Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung. Ergebnisse des Mikrozensus zum Arbeitsmarkt 2017, Fachserie 1 Reihe 4.1, S. 8.

(9) a. a. O.

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