Der Konjunkturindikator des IMK zeigt für die kommenden drei Monate eine teilweise deutlich gesunkene Rezessionsgefahr an.
Der neue IMK Konjunkturindikator setzt sich zum Ziel, einen möglichen Wendepunkt des Konjunkturzyklus innerhalb der nächsten drei Monate vorherzusagen. Dabei liefert der Indikator Rezessionswahrscheinlichkeiten basierend auf der Industrieproduktion - statt, wie bislang allgemein üblich, die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts direkt zu prognostizieren.
Diese Art der Vorgehensweise hat sich in der Vergangenheit, gerade in Zeiten erhöhter Unsicherheit, wie wir sie derzeit erleben, nicht als vorteilhaft erwiesen. Denn aufgrund von nicht zeitnaher Veröffentlichung von Daten und von Datenrevisionen ist eine exakte Bestimmung des zukünftigen Produktionswertes nahezu unmöglich.
Dieses Papier analysiert die Leistung dreier Kombinationen von Echtzeitvorhersagen. Während für jede dieser Kombinationen die zu Grunde liegende Menge an Einzelvorhersagen leicht modifiziert wird, stellt jede Kombination eine Prognose zukünftiger Rezessionswahrscheinlichkeiten anhand eines dynamischen Probit Indikators dar.
In diesem Papier wird ein dynamisches Probit Modell für die Vorhersage von Rezessionen unter Pseudo-Echtzeit geschätzt, wobei eine große Anzahl monatlich verfügbarer makroökonomischer Variablen und Finanzmarktindikatoren verwendet wird.
Der neue Indikator prognostiziert die Wahrscheinlichkeit eines Abschwungs. In den nächsten drei Monaten ist diese äußerst unterschiedlich - ein Ausdruck der gegenwärtigen Unsicherheit. IMK Konjunkturindikator vom 24.01.2012
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