70 Jahre WSI

70 Jahre WSI 2000-2016

2000 - 2016

Forschung für die Arbeit der Zukunft

Das WSI will mit seiner Arbeit auch in der Zukunft dazu beitragen, Arbeitsmarktprobleme zu lösen, die soziale Sicherung zu verbessern und die Lebenschancen für alle Menschen gerechter zu gestalten.


Forschungsthemen zur Jahrtausendwende
2005: Gründung des IMK
Das WSI heute
Ausblick
 

Die Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit bestimmte die politische Agenda in Deutschland schon seit Ende der 1990er Jahre. Das „Bündnis für Arbeit“ und die „Agenda 2010“ standen damit auch am WSI im Fokus der Forschung, u.a. auf dem Herbstforum 2002: „Mehr Markt auf dem Arbeitsmarkt?“

WSI Mitteilungen 5/2003: Schwerpunktheft „Mehr Markt auf dem Arbeitsmarkt?“
 

Forschungsthemen zur Jahrtausendwende

  • Wirtschaftspolitik: Standortberichte
  • koordinierte Makropolitik in Europa
  • sozialverträgliche Arbeitszeitgestaltung
  • (De-)Regulierung des Arbeitsmarktes
  • Erosion des Flächentarifsystems
  • Verbetrieblichung der Tarifpolitik
  • Gender- und Gleichstellungspolitik 

Genderfragen waren schon seit Mitte der 1990er Jahre ein Schwerpunkt der WSI-Forschung. Das WSI war in Kooperation mit anderen Instituten  federführend bei der Erstellung der wissenschaftlichen Analysen für den Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung.

Erster Bericht der Bundesregierung zur Berufs- und Einkommenssituation von Frauen und Männern, 2002 (pdf)

2005   Gründung des IMK

Im Jahr 2005 gründete die Hans-Böckler-Stiftung das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), das auch die makroökonomische Forschung des WSI übernahm.  Das WSI konzentrierte seine Arbeit dann auf Strukturfragen von Wirtschaft und Arbeitsmarkt, auf Arbeit, Verteilung und soziale Sicherung sowie auf Arbeitsbeziehungen und Tarifpolitik.

 

Bis Mitte der 1990er Jahre stellten Frauen stets nur eine Minderheit des wissenschaftlichen Personals.

Mit dem Amtsantritt von Heide Pfarr als WSI-Direktorin im Jahr 1995 wurde die Personalpolitik bewusst auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern ausgerichtet.

Mittlerweile ist es zudem fast ein ungeschriebenes Gesetz, dass die Leitung des WSI von einer Wissenschaftlerin übernommen wird.

 

Das WSI heute

Die Arbeit des WSI hat sich in den vergangenen zehn Jahren inhaltlich kontinuierlich weiterentwickelt, aber auch neue aktuelle Themen aufgegriffen. Eine besondere Stärke des WSI ist sein interdisziplinärer Forschungsansatz: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Ökonomie, Soziologie, Politikwissenschaften und Recht arbeiten eng zusammen.

WSI Jahresbericht 2015

Zentrale Frage 2015: Wie wirkt sich der neu eingeführte Mindestlohn auf Einkommen und Arbeitsmarkt aus? Weitere Themen: soziale Sicherung atypischer Beschäftigung; Spaltung in Arm und Reich; Gender und Arbeitszeitoptionen; europäisches Recht und soziale Regulierung u.v.m.

Download (pdf)
Archiv: Die Berichte aus den Jahren 2009-2014

 
 
In den Jahren 2012 bis 2015 wurde das Institut von Brigitte Unger geleitet. Seit September 2016 ist Anke Hassel die Wissenschaftliche Direktorin des WSI.
 

 

„Das WSI ist ein wichtiger Ort der Forschung zu allen Fragen, die die Arbeitswelt angehen. Wir werden unseren Beitrag liefern in der gesellschaftlichen und politischen Debatte.“

Anke Hassel, Wissenschaftliche Direktorin des WSI

 

Ausblick

Digitalisierung, das Ausbalancieren von Arbeit und Leben und den Beziehungen der Geschlechter, die Globalisierung und Europäisierung von Arbeitsmärkten, die Absicherung sozialer Risiken oder die Entwicklung sozialer Ungleichheit – all diese Themen machen auch zukünftig eine arbeitnehmerorientierte Wissenschaft notwendig, die nach sozialen Regulierung und Gestaltungsoptionen im Interesse der Beschäftigten sucht. Das WSI ist mit seinen Kernkompetenzen gut aufgestellt, diese Herausforderungen in enger Kooperation mit seinem Schwesterinstitut dem IMK und den anderen Abteilungen innerhalb der Hans-Böckler-Stiftung, in nationalen und internationalen Forschungsnetzwerken zu meistern.
 

70 Jahre nach Hans Böcklers „kühnem Entschluss“ verfügen die deutschen Gewerkschaften damit auch in Zukunft über einen einzigartigen Fundus an arbeitnehmerorientierter Wissenschaft, der ihnen helfen kann, Antworten auf die Fragen von morgen zu finden. Im Sinne des französischen Soziologen Pierre Bourdieu steht das WSI weiterhin für eine „engagierte Wissenschaft“, die tatsächlich Dinge verändern möchte, um Arbeits- und Lebensbedingungen zu verbessern.

 
 

Auf den Webseiten des Instituts, auf facebook und über twitter werden die Publikationen, Datenangebote und Veranstaltungen des WSI ausführlich präsentiert.

ausführlich präsentiert.

 

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