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Seit einigen Jahren hat die Bundesrepublik wieder eine steigende Zahl von Asylsuchenden zu verzeichnen. Der Zustrom ist insbesondere im Jahr 2015 so stark angewachsen, dass sich die Frage nach den Auswirkungen auf die Verbreitung von Kinderarmut stellt.

In der Tat ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter den erstmalig Asylsuchenden beständig gestiegen. Im Oktober 2015, dem letzten Monat, für den Daten vorliegen, waren es 14.100 Kinder. Von diesen kamen 66,8 Prozent aus den Krisengebieten in Syrien, Irak und Afghanistan. Nachdem der Zustrom vom Balkan nachgelassen hat, stellten diese Länder zuletzt nur noch einen Anteil von 13,9 Prozent. Eurostat-Zahlen zufolge erreichten 2014 auch 3.785 Jungen und 595 Mädchen die Bundesrepublik ohne ihre Eltern bzw. wurden nach der Einreise zurückgelassen, darunter 275 Kinder unter 14 Jahren. Über drei Viertel von ihnen kam aus Afghanistan, Eritrea, Syrien, Somalia und dem Irak.

Selbstverständlich sollte zunächst im Vordergrund stehen, dass diese Kinder durch ihren Aufenthalt in der Bundesrepublik Krieg und Terror entgangen sind. Insbesondere bei Familien aus den Kriegsgebieten kann daher auch kaum erwartet werden, dass sie in Kürze in ihre Heimatländer zurückkehren werden. Auf lange Sicht stellt sich damit die Frage, wie sich die Einwanderung auf die Kinderarmut in Deutschland auswirken wird und wie es um die sozialen und wirtschaftlichen Aussichten der Kinder aus unterschiedlichen Herkunftsgebieten steht.


Quellen

Eurostat, eigene Berechnungen

 

 

 

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