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Ein Überblick

Die WSI-Betriebs- und Personalrätebefragungen sind repräsentative Erhebungen zur betrieblichen Mitbestimmung in Deutschland. Seit 1997 werden Betriebs- und Personalräte aller Regionen und Wirtschaftsbereiche Deutschlands zu den Beschäftigtenbeziehungen in ihren Betrieben und Dienststellen befragt: Wie sieht die Realität in deutschen Betrieben aus? Wie üben Betriebsräte Ihre Mitbestimmungsrechte aus? Wo gibt es (gesetzliche) Regelungsbedarfe?
 

Inhalte

Die Inhalte der WSI-Betriebsrätebefragungen sind vielfältig. Die Hauptbefragungen finden in der Regel in einem 2-Jahres-Rhythmus statt und konzentrieren sich auf Kernthemen der Mitbestimmung: Welchen Schwierigkeiten sind Betriebs- und Personalräte ausgesetzt? Welche Erfolge können sie erzielen? Wie ist ihr Verhältnis zu Belegschaft, Arbeitgebern und Gewerkschaften? Wie steht es um die Umsetzung tariflicher Regelungen? Welche Bedeutung kommt Betriebs- und Dienstvereinbarungen zu? Um die Einschätzungen und Bewertungen der Räte einordnen zu können, werden außerdem Eckdaten der Betriebe erhoben, wie der Wirtschaftszweig, die wirtschaftliche Lage, die Belegschaftsgröße und -struktur. Auch Informationen zu Gremiengrößen und Freistellungen von Betriebräten werden erfasst.

Daneben gibt es in unregelmäßigen Abständen Sonderbefragungen zu bestimmten betrieblichen Aspekten. Unter anderem wurden bisher folgende Fragestellungen behandelt:

  • Mindestlohn, betriebliche Sozialpolitik, Digitalisierung im Betrieb, aktuelle Themen der BR-Arbeit (2016)
  • Freistellungen, Dienstalter, Diversität: Struktur der Betriebsräte (2015)
  • Wiedereinstieg in den Beruf: Unterbrechungen im Erwerbsleben (2011)
  • Wie wurde Beschäftigung in der Finanzkrise gesichert? (2009)
  • Betriebliche Innovationsfähigkeit: Die Sicht der Betriebsräte (2008)
  • Gesundheitsbelastung am Arbeitsplatz (2008)

Design

Das Erhebungsdesign ist eine geschichtete Zufallsstichprobe von Betrieben aus der Betriebsdatei der Bundesagentur für Arbeit (BA). Die Stichprobengröße wird stets so bemessen, dass eine Fallzahl von mindestens 2.000 Betriebsräten pro Befragung gewährleistet ist. Bis 2004 erfolgte die Befragung schriftlich, seither führt das infas Institut in Bonn im Auftrag des WSI computergestützte Telefoninterviews (CATI) durch. Im Jahr 2007 wurde die Befragung auf eine Panelstruktur umgestellt: Die Betriebsräte werden über mehrere Jahre hinweg wiederholt befragt. Die jüngste Erhebung von 2015 stellt die Auftaktwelle für ein auf vier Befragungen angelegtes Betriebsrätepanel dar. Weitere Informationen zum Erhebungsdesign können Sie unseren Arbeitshilfen entnehmen.
 

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Befragungen werden in wissenschaftlichen Fachzeitschriften wie den WSI-Mitteilungen, im Böckler-Impuls, auf der Homepage der Hans-Böckler-Stiftung sowie im Mitbestimmungsportal präsentiert. Eine Übersicht über Veröffentlichungen, die sich auf die WSI-Betriebsrätebefragungen stützen, finden Sie in unserer Publikationsliste.

Interessierten Forscherinnen und Forschern stehen die Befragungsdaten des Betriebsrätepanels von 2007 bis 2011 auf Antrag zur Verfügung.


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