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Die aktuelle Befragungswelle

Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung befragt seit 1997 regelmäßig Betriebs- und Personalräte zur Situation der Mitbestimmung in den Betrieben und Dienststellen. Ab 2007 wurden diese Befragungen erstmals im Rahmen einer Panelerhebung von Betriebsräten durchgeführt.

2015 wurde ein neues Betriebsrätepanel aufgebaut; die WSI-Betriebsrätebefragung 2015 ist die Auftakterhebung für ein auf vier Jahre angelegtes Betriebsrätepanel mit vier Erhebungswellen. Im ersten Quartal 2015 wurden im Auftrag des WSI 4.125 Betriebsräte vom infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft telefonisch interviewt. Befragt wurden Betriebsratsvorsitzende oder ihre Stellvertreter oder ein anderer Betriebsratsvertreter. Mittlerweile liegen die Ergebnisse der Auswertungen zu unterschiedlichen Themen vor.

Die WSI-Betriebsrätebefragung 2016 ist die zweite Welle des aktuellen Betriebsrätepanels. In der Zeit vom 02.02.2016 bis zum 29.04.2016 fanden insgesamt 2.606 Interviews mit einer durchschnittlichen Dauer von rund 49 Minuten statt. Die Rücklaufquote unter den panelbereiten Betriebsräten beträgt 69 %. Zentrale Inhalte der 2016er Befragung waren die Themen Mindestlohn, betriebliche Sozialpolitik, Digitalisierung im Betrieb sowie aktuelle Themen der Betriebsratsarbeit.

Seit Februar 2017 laufen die Telefoninterviews für die dritte Welle. Im Mittelpunkt stehen u.a. Fragen zur Beschäftigung nach dem Regelrentenalter, zur Integration von Flüchtlingen in dem Arbeitsmarkt und zur Interessenvertretung von Beschäftigten mit Migrationshintergrund.
 

Methodische Konzeption

Das Erhebungsdesign ist eine aus Branchen und Betriebsgrößenklassen geschichtete, disproportionale Zufallsstichprobe aller Betriebe der Betriebsdatei der Bundesagentur für Arbeit (BA). Da diese Adressdatei weder Telefonnummern noch die Information enthält, ob ein Betrieb über einen Betriebsrat verfügt, ist dem eigentlichen Gespräch ein ausführliches Recherche- und Screeningprogramm vorgeschaltet. Von den recherchierten Betriebsräten waren erfreulich viele (53,1%) zur Befragung bereit.

Der Erhebungsmodus ist das computergestützte Telefoninterview (CATI), das sich durch die Erfahrungen seit 2005 etabliert hat und zur Befragung von Betriebsräten eine enorme Akzeptanz aufweist. Es waren 125 Interviewer im Einsatz, die gezielt für diese Befragung geschult wurden. Die durchschnittliche Interviewdauer betrug 30,4 Minuten. Kontaktierte Betriebsräte konnten sich über eine kostenfreie infas-Rufnummer sowie über die Webseiten von infas und dem WSI über die Studie informieren. Zudem wurden Studieninformationen und Datenschutzerklärung auf Wunsch per Email versendet. Nach Abschluss eines Interviews wurde den befragten Betriebsräten schriftlich für ihre Teilnahme gedankt.
 

Inhaltliche Gestaltung

Die Auswahl der Befragungsthemen und die Fragebogenkonzeption obliegen dem WSI, werden aber in enger Zusammenarbeit mit dem infas Institut in Bonn abgestimmt.

Bei der Fragebogengestaltung wurde dabei zunächst auf das Erfahrungswissen des Betriebsrätepanels 2007 bis 2011 zurückgegriffen. Gleichzeitig jedoch wurden diese Erfahrungen in einem Evaluationsprozess (u.a. durch ein Gutachten von Survex Umfragemethoden und Statistik) kritisch hinterfragt. Um das Fragenprogramm für die kommende Erhebung zu verbessern, wurden kritische Fragen in einem kognitiven Pretest (Juli 2013) und der gesamte Fragebogen in einem quantitativen Pretest (Oktober 2014) ausführlich getestet. Für den kognitiven Pretest wurden ausgewählte Fragen u.a. mittels „Special Comprehension Probing“ und „Category Selection Probing“ an zehn Betriebsräten getestet. Für den quantitativen Pretest wurde das komplette Fragenprogramm in 214 Interviews einem „Realtest“ unterzogen.

Da es sich um die Auftakterhebung für ein Betriebsrätepanel handelt, stellen Strukturangaben die Mehrheit der Fragen dar. Diese Angaben stehen in den kommenden Jahren für spezifische Analysen zur Verfügung. So wurde z.B. erfasst, welchen Anteil atypische Beschäftigungsformen an den Belegschaften einnehmen oder wie viele Mitglieder des Betriebsratsgremiums freigestellt sind. Inhaltliche Schwerpunkte dieser Erhebung stellen u.a. betriebliche Gesundheitspolitik und das betriebliche Konfliktgeschehen dar.

Weitere Informationen zur Befragung sowie dem qualitativen Pretest entnehmen Sie bitte unserem Methodenbericht (pdf). Informationen zum quantitativen Pretest entnehmen Sie bitte dem Pretestbericht (pdf).

Ergebnisse aus der aktuellen WSI-Betriebsrätebefragung werden in den einschlägigen Portalen, Zeitschriften und Organen publiziert. Von neuen Ergebnissen erfahren Sie jeweils über unsere Seiten. Für Fragen und Anregungen zu den WSI-Betriebsrätebefragungen wenden Sie sich bitte an Helge Baumann oder Wolfram Brehmer.

 

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