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Die nominalen Bruttomonatsverdienste in Deutschland sind seit dem Jahr 2005 kontinuierlich gestiegen. Sie haben sich von 2.901 Euro im Jahr 2005 auf 3.703 Euro im Jahr 2016 erhöht. Die Differenz zwischen Ost- und Westdeutschland ist nach wie vor groß, trotzdem sich die monatlichen Bruttoverdienste auch in Ostdeutschland durchgehend positiv entwickelt haben. Eine Tendenz der Angleichung ist bisher nicht zu erkennen. Lagen die Bruttomonatsverdienste in Westdeutschland 2005 um durchschnittlich 770 Euro über denen in Ostdeutschland, fiel die Differenz im Jahr 2016 mit 845 Euro sogar noch deutlicher aus. Im Vergleich zum Jahr 2014 hat sich die Differenz aktuell allerdings um 47 Euro verringert. Von einer Schließung der Lohnunterschiede zwischen Ost und West kann trotzdem bei weitem noch nicht die Rede sein.

Im Durchschnitt stiegen die nominalen monatlichen Bruttoverdienste in den letzten zehn Jahren in Westdeutschland um 69 Euro, in Ostdeutschland um 63 Euro. Somit haben die durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste in Westdeutschland etwas großzügiger zugelegt als in Ostdeutschland, mit zwei Ausnahmen: Zum einen war im Jahr 2009 in Westdeutschland – als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise – ein kleiner Knick im Anstieg festzustellen, für Ostdeutschland jedoch nicht. Die ostdeutschen Bruttomonatsverdienste hatten sich trotz der Krise weiter erhöht. Zum anderen ist der Anstieg von 2015 im Vergleich zum Vorjahr in Ostdeutschland mit 126 Euro deutlich größer ausgefallen als in Westdeutschland, wo sich die nominalen Bruttomonatsverdienste um 74 Euro erhöht hatten. 2016 waren in Ost und West keine großen Unterschiede im Anstieg des monatlichen Bruttoeinkommens zu verzeichnen, so stieg es in Ostdeutschland um 88 Euro und in Westdeutschland um 93 Euro an.

Weitere Erläuterungen

Bruttoverdienst: Der Bruttoverdienst umfasst den regelmäßig gezahlten steuerpflichtigen Arbeitslohn sowie Sonderzahlungen und steuerfreie Zuschläge z.B. für Nacht- und Schichtarbeit. Er wird oft als durchschnittlicher Bruttomonats- oder Bruttostundenverdienst ausgewiesen.

Unter Gender Pay Gap versteht man den Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen. Zu unterscheiden ist zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Gender Pay Gap. Die Berechnung des "unbereinigten" Gender Pay Gap erfolgt wie folgt:
 

Bruttoverdienst der Männer – Bruttoverdienst der Frauen
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Bruttoverdienst der Männer

 
Mit der Formel erhält man den Anteil, den Frauen im Durchschnitt weniger verdienen als Männer. Durch Multiplikation mit 100 erhält man Angaben in Prozent. In der Regel wird in Veröffentlichungen Bezug auf die Brutto-Stundenverdienste genommen (ausführliche Informationen siehe WSI Genderdatenportal).

Im Gegensatz zum unbereinigten Gender Pay Gap beschreibt der bereinigte den Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen, der auch dann noch verbleibt, wenn weibliche und männliche Arbeitnehmer vergleichbare Berufserfahrungen, Qualifikationsniveaus und Berufe haben.

Quellen

Statistisches Bundesamt

 

 

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