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Die nominalen Bruttomonatsverdienste für Vollzeitbeschäftigte in Deutschland sind seit dem Jahr 2005 kontinuierlich gestiegen. Sie haben sich von 2.901 Euro im Jahr 2005 auf 3.771 Euro im Jahr 2017 erhöht. Die Unterschiede in den durchschnittlichen Bruttomonatsverdiensten von Frauen und Männern – der sogenannte Gender Pay Gap – bestehen auch im Jahr 2017 fort: In diesem Jahr beläuft sich die Einkommenskluft zwischen Männern und Frauen auf 634 Euro, was einem Gender Pay Gap für Vollzeitbeschäftigte von rund 16,0 Prozent entspricht.

Die Entwicklung der letzten Jahre lässt zumindest eine geringe Schließung dieser Einkommenskluft bezogen auf Vollzeitbeschäftigte erkennen. Zwar verringerte sich hier der Gender Pay Gap zwischen 2005 und 2009 von 19,9 Prozent auf 17,8 Prozent, jedoch ist dieser Rückgang vermutlich auf den Knick in der Entwicklung des Bruttomonatsverdienstes der Männer zurückzuführen. Seit 2010 hat sich der Abstand von neuem zusehends vergrößert. Er erreichte im Jahr 2012 wieder 18,6 Prozent. Seit 2012 ist wieder eine leichte Verringerung der Einkommenslücke zu verzeichnen, und zwar um rund 2,6 Prozentpunkte. Einen Trend zur Schließung des Gender Pay Gaps, der auf nachhaltige Veränderungen am Arbeitsmarkt zurückzuführen ist, gibt es bisher also nur in Ansätzen.

Weitere Erläuterungen

Bruttoverdienst: Der Bruttoverdienst umfasst den regelmäßig gezahlten steuerpflichtigen Arbeitslohn sowie Sonderzahlungen und steuerfreie Zuschläge z.B. für Nacht- und Schichtarbeit. Er wird oft als durchschnittlicher Bruttomonats- oder Bruttostundenverdienst ausgewiesen.

Unter Gender Pay Gap versteht man den Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen. Zu unterscheiden ist zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Gender Pay Gap. Die Berechnung des "unbereinigten" Gender Pay Gap erfolgt wie folgt:
 

Bruttoverdienst der Männer – Bruttoverdienst der Frauen
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Bruttoverdienst der Männer

 
Mit der Formel erhält man den Anteil, den Frauen im Durchschnitt weniger verdienen als Männer. Durch Multiplikation mit 100 erhält man Angaben in Prozent. In der Regel wird in Veröffentlichungen Bezug auf die Brutto-Stundenverdienste genommen (ausführliche Informationen siehe WSI Genderdatenportal).

Im Gegensatz zum unbereinigten Gender Pay Gap beschreibt der bereinigte den Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen, der auch dann noch verbleibt, wenn weibliche und männliche Arbeitnehmer vergleichbare Berufserfahrungen, Qualifikationsniveaus und Berufe haben.

Quellen

Statistisches Bundesamt

 

 

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