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Die individuellen Nettovermögen sind in Deutschland stark ungleich verteilt. Während die untersten fünf Prozent der Vermögensbesitzer negative Vermögen haben, d. h. verschuldet sind, verfügen die obersten fünf Prozent über einen sehr hohen Anteil am Gesamtvermögen.

Zwischen 2002 und 2005 ist die durchschnittliche Höhe der Schulden in der Gruppe der Ärmsten sehr deutlich von durchschnittlich 1.610 Euro auf 4.000 Euro angewachsen. Im Jahr 2012 lagen die Schulden in dieser Bevölkerungsgruppe bei etwas über 3.000 Euro. Am oberen Rand der Verteilung ist die Konzentration der Vermögen über die betrachteten Jahre hinweg im Wesentlichen konstant geblieben. Die durchschnittliche Vermögenshöhe der obersten fünf Prozent der Vermögensbesitzer lag sowohl 2002 als auch 2012 bei etwas über 323.000 Euro; 2007 fiel der Wert kurzzeitig leicht unter 320.000 Euro.

Weitere Erläuterungen

Nettovermögen: Das Nettovermögen einer Person oder eines Haushalts setzt sich üblicherweise aus folgenden Vermögensarten zusammen: Geld- und Immobilienvermögen, Betriebsvermögen und Sachvermögen wie z.B. wertvolle Gemälde oder teurer Schmuck. Davon werden alle Schulden und Verbindlichkeiten wie z.B. Kredite oder Hypotheken abgezogen.

Leider gibt es in Deutschland keine umfassenden Daten zur Verteilung der Vermögen. Bei der verwendeten Datenquelle, dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP), werden Vermögensdaten nur alle fünf Jahre erhoben. Eine kontinuierliche jährliche Entwicklung der Vermögensverteilung lässt sich deshalb nicht nachzeichnen.

Für die Darstellung wurden alle Personen nach der Höhe ihrer Vermögen geordnet und dann in 20 gleich große Bevölkerungsgruppen eingeteilt. Die Grafik gibt an, über welches durchschnittliche Nettovermögen dieses Gruppen verfügen. Der Übersichtlichkeit halber wurden nur die Werte für ausgeählte Gruppen angegeben. Die Abbildung zeigt, wie ungleich die Vermögen an den Rändern der Verteilung verteilt sind.

Quellen


Grabka, M.M. / Westermeier, C. (2014): Anhaltend hohe Vermögensungleichheit in Deutschland. In: DIW-Wochenbericht 9/2014, S. 151-164.
 
 

 

 

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