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Anmerkung: Die im Folgenden ausgewiesenen Prozentsätze beziehen sich auf die Anteile der atypisch beschäftigten Kernerwerbstätigen in einer spezifischen Gruppe an den Kernerwerbstätigen in dieser Gruppe insgesamt.

Frauen sind nach wie vor besonders häufig von atypischer Beschäftigung betroffen. So sind den aktuellen Zahlen zufolge 30,5 Prozent der kernerwerbstätigen Frauen, aber nur 12,2 Prozent der kernerwerbstätigen Männer atypisch beschäftigt. Die in der Abbildung dargestellte Staffelung nach Alter, lässt erkennen, dass die Verbreitung atypischer Beschäftigung für Männer mit dem Alter tendenziell sinkt, während bei den Frauen kein klares Muster erkennbar ist. Unter den Männern sind befristete Beschäftigungen und Leiharbeit verbreitete atypische Beschäftigungsformen. Beide sind bei jungen Beschäftigten weitaus verbreiteter als bei älteren Erwerbstätigen. Aufgrund von Betreuungspflichten ist unter den atypisch beschäftigten Frauen (geringfügige) Teilzeitbeschäftigung die dominierende Erwerbsform. Da Betreuungsaufgaben eher ab dem Alter von 35 Jahren anfallen, sind ältere Frauen häufiger in Teilzeit beschäftigt als junge Frauen. Die Wahrscheinlichkeit von Befristungen und Leiharbeit sinkt auch unter Frauen mit dem Alter.


Definition und Messung atypischer Beschäftigung

Nach der Definition des Statistischen Bundesamtes besteht ein Normalarbeitsverhältnis in einem unbefristeten, abhängigen Beschäftigungsverhältnis außerhalb der Leiharbeit, welches in Vollzeit (d.h. über 20 Stunden) ausgeübt wird. Zu den atypisch Beschäftigten werden hingegen alle abhängig Beschäftigten gezählt, deren Haupttätigkeit mindestens eine der folgenden Eigenschaften aufweist:

- Teilzeitbeschäftigung bzw. geringfügige Beschäftigung mit 20 oder weniger Stunden
- Befristung
- Leiharbeitsverhältnis.

Die Angaben beziehen sich dabei auf die Gruppe der Kernerwerbstätigen von 15 bis 64 Jahren. Das Kriterium der Kernerwerbstätigkeit schließt Personen im Ausbildungssystem und verschiedenen Diensten aus (Grundwehrdienst, Freiwilligendienst etc.). Die Kernerwerbstätigen befinden sich mithin in einem Lebensabschnitt, in dem der Beschäftigung ein vergleichsweise hohes Gewicht zukommt (Statistisches Bundesamt 2015). Die empirische Grundlage liefert der Mikrozensus.

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