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Die reichste Großstadt ist den Zahlen zufolge nach wie vor die Landeshauptstadt München, wo die Privathaushalte über 29.685 Euro pro Nase verfügen konnten. Aber auch die Metropolen Stuttgart (25.012 Euro), Düsseldorf (24.882 Euro) und Hamburg (24.421 Euro) gehören zum obersten Fünftel der deutschen Kreise. Leipzig (17.770 Euro) und Duisburg befinden sich hingegen unter den 20 Prozent der ärmsten Kreisen der Republik.

Zwar liegen die Einkommen in den 15 größten Städten nach wie vor etwas über dem Bundesdurchschnitt, jedoch fällt das Einkommenswachstum insgesamt deutlich schwächer aus als in der Bundesrepublik insgesamt. Während die verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen zwischen 2000 und 2016 in Deutschland real um 9,7 Prozent zunahmen, hat keine der 15 größten Städte in der Bundesrepublik ein ähnliches Einkommenswachstum aufzuweisen. Am besten lief es in Hamburg, wo ein Einkommensplus von 6,3 Prozent zu verzeichnen ist. In Essen und Nürnberg sind hingegen deutliche Rückgänge der verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen zu beobachten. Sollte dieser Trend in den kommenden Jahren anhalten, ist in den Großstädten mit einem weiteren Anstieg der Einkommensarmut zu rechnen.


Weitere Erläuterungen

Das verfügbare Einkommen (Ausgabenkonzept) der privaten Haushalte ist laut Statistischem Bundesamt das Einkommen, welches den privaten Haushalten zufließt und das sie für Konsum- und Sparzwecke verwenden können. Es errechnet sich, indem zu den Primäreinkommen der privaten Haushalte auf der einen Seite die von staatlicher Seite empfangenen Transfers (z.B. monetäre Sozialleistungen) addiert und auf der anderen Seite die Einkommen- und Vermögensteuern, Sozialbeiträge und sonstige laufende Transfers, die von den privaten Haushalten gezahlt werden müssen, abgezogen werden. Im Unterschied zum verfügbaren Einkommen nach dem Verbrauchskonzept werden die öffentlichen Sachleistungen, welche den Privathaushalten zufließen, nicht berücksichtigt.

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